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DRK-Geschäftsführer wehren sich gegen Vorwürfe

DRK-Geschäftsführer wehren sich gegen Vorwürfe

Nach Torgau-Oschatz stehen nun auch der DRK-Kreisverband Delitzsch und der DRK Rettungsdienst Meißen in der Kritik. Gehälter sollen im Rahmen des Betriebsübergangs nicht im vollen Umfang gezahlt und Gehaltszahlungen nach hinten verschoben worden sein.

Kreisgebiet. Die DRK-Geschäftsführer wissen nichts von solchen Verstößen.

 

 

Die neuen Mitarbeiter werden vom DRK seit Wochen massiv unter Druck gesetzt und zu Vertragsänderungen gedrängt, teilt ein Insider mit. Die DRK Rettungsdienst GmbH aus Meißen, die nunmehr die Rettungswachen in Schkeuditz und Taucha betreibt, habe den neuen Mitarbeitern bereits eine Gehaltsabschmelzung bis zu 30 Prozent ab 2015 angekündigt. Der Geschäftsführer des Rettungsdienstes Meißen weist die Vorwürfe zurück. "Die Verträge laufen so weiter wie beim alten Arbeitgeber. Ich kann diese Vorwürfe überhaupt nicht bestätigen. Und 2015 geht genau so weiter wie dieses Jahr", sagte Alexander Belikat gestern auf Anfrage. Und auch sein Kollege aus der Loberstadt könne die Aussagen nicht nachvollziehen. "Wir sind momentan im fairen Gespräch mit unseren Mitarbeitern. Allen Kollegen haben wir ein Tarif-Angebot vorgelegt. Inhaltlich richten und halten wir uns dabei an die Ausschreibungs-Vorgaben", sagte Christian Wolff, Geschäftsführer des Kreisverbandes Delitzsch. "Unter anderem ist darin Tarifgebundenheit vorgeschrieben und auch, dass das DRK Konditionen aus den Altverträgen übernehmen muss", sagte Dezernentin Angelika Stoye.

Im Bereich Torgau-Oschatz gibt es jedoch arbeitsrechtliche Auseinandersetzungen ehemaliger Mitarbeiter der Johanniter Unfallhilfe mit dem neuen Arbeitgeber DRK, allerdings mit einem anderen Kreisverband. Hier liegt dem Landkreis die Stellungnahme des bevollmächtigten Rechtsanwalts des DRK-Kreisverbandes Torgau-Oschatz vor. "Der Betriebsübergang war und ist Bestandteil des durch den Landkreis geführten Vergabeverfahrens, auf dessen vollständige Umsetzung der Landkreis als Träger des Rettungsdienstes besteht. Das DRK wurde aufgefordert, seine Rechtsauffassung neu zu bewerten", so Stoye. Zu den Bereichen DRK Delitzsch und DRK Meißen im Altkreis Delitzsch sind der Dezernentin "keine Hinweise der Mitarbeiter bekannt", dass die Regularien des Betriebsüberganges nicht umgesetzt werden.

Hintergrund: Das Deutsche Rote Kreuz hat im Landkreis Nordsachsen mit verschiedenen Kreisverbänden flächendeckend sämtlich Ausschreibungslose in Sachen Rettungsdienst gewonnen. Der ASB und die Johanniter sind damit aus dem Rennen. Der Freistaat Sachsen hatte die wettbewerbliche Ausschreibung für Rettungsdienstleistungen (2014 bis 2020) ab 1. Januar vorgeschrieben. Aus der Rettungswache Bad Düben wurden vom ASB Kreisverband Leipzig 11 Mitarbeiter vom DRK Delitzsch übernommen und aus dem Rettungswachenbereich Schkeuditz 32 Mitarbeiter von der Johanniter-Unfallhilfe Leipzig.

© Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.01.2014
Frank Pfütze

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