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Delitzsch Dämmung aus Zeitungspapier
Region Delitzsch Dämmung aus Zeitungspapier
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16:31 30.12.2012
Die Dämmung wird in die Fassade der Zauberhaus-Kita eingebracht. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch/Schenkenberg

Die Bodentemperaturen ließen diese Arbeiten nicht zu. Im Inneren des zweigeschossigen Hauses geht der Ausbau aber planmäßig weiter. Sanitär- und Elektroinstallateure haben gut zu tun, um die zahlreichen Funktionsräume herzurichten.

Eine Besonderheit dieses Baus ist, dass es sich dabei um ein Niedrigenergiehaus handelt. Ulli Klausch, Sachgebietsleiter Kommunalbau, verweist in dem Zusammenhang auf die daraus resultierende erforderliche Dämmung der Außenfassaden. Im konkreten Fall werden Zelluloseflocken aus Alt-Zeitungspapier verwendet, um sie in die Zwischenräume zwischen den Holzständern, die beidseitig mit Holzplatten verschlossen sind, mit einem Druck von 0,4 bar einzublasen.  Sie erreichen so auch die kleinste Ecke. Ben Holzkämper vom Unternehmen Alfacell führt die Arbeiten in Schenkenberg aus. Von außen werden dazu Löcher in die äußeren Holzplatten geschnitten. „Wir hätten auch von innen verfüllen können, doch dort sind zum Großteil schon die Verkleidungen angebracht“, erzählt der junge Mann. Über ein Rohrsystem gelangen die Flocken in die Zwischenräume. „Das Material brennt nicht und ist für Ungeziefer uninteressant“, sagt Holzkämper, während er die Füllung beobachtet.

Ein Druckautomat sorgt für kontinuierlichen Nachschub. Studien hätten ergeben, dass diese Bauweise eine 25-prozentig höhere Heizkostenersparnis ermöglicht und sich ein deutlich besserer sommerlicher Hitzeschutz ergibt. Die Zellulosedämmung im Einblasverfahren mache ein Haus im Sommer um bis zu fünf Grad kühler, weiß der Fachmann. Bis zu 44 Kilogramm der Zelluloseflocken werden in einem Kubikmeter Raumvolumen verpresst. Sie können, wenn gewünscht, ausgesaugt und später wieder verwendet werden. Die Öffnungen in der Fassade werden wasserdicht verpresst. Ungünstig wirke sich derzeit allerdings das feuchte Wetter aus. Zwar seien die äußeren Holzplatten getränkt und wasserabweisend, doch nicht für Dauerregen ausgelegt. Der könne für Schaden sorgen. „Eigentlich müsste sofort nach der Verfüllung die Fassade beplankt werden“, so Holzkämper. Im baulichen Ablauf sei das jetzt aber nicht vorgesehen, weiß er.

Tischler-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten sind bereits vergeben worden. Unterdessen schreiten die Arbeiten der Elektriker zügig voran. Die Grundfläche des Baus umfasst gut 500 Quadratmeter auf zwei Ebenen. 95 Kinder sollen künftig in dem Haus Platz finden, das sind vier mehr als bisher. Die Eröffnung des rund zwei Millionen Euro teuren Zweigeschossers ist für Mai 2013 vorgesehen. Vorgesehen sind auch zwei Krippengruppen im Erdgeschoss, im Obergeschoss wird es vier Gruppenräume für Kindergarten- und Hortkinder geben.

Ditmar Wohlgemuth

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