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Delitzsch Dana Purschwitz rückt an Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch
Region Delitzsch Dana Purschwitz rückt an Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch
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08:56 16.03.2018
Dana Purschwitz ist die neue an der Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Nordsachsen

Dana Purschwitz aus Görschlitz (Gemeinde Laußig) ist die Neue an der Spitze des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) Delitzsch. Die 39-jährige stellvertretende Gemeindewehrleiterin wurde mit überwältigender Mehrheit zur Vorsitzenden gewählt. Sie war die einzige Kandidatin für den Posten. Kevin Masche hatte kurzfristig aus persönlichen Gründen seinen Namen vom Stimmzettel streichen lassen.

Mit Dana Purschwitz vollzieht der Verband, der die Interessen von etwa 2425 Kameradinnen und Kameraden vertritt, einen Generationswechsel im Vorstand. „Ich will dem Verband eine Stimme und ein Gesicht geben“, sagte die Frau mit der kaum zu übersehenden leuchtend roten Haarfarbe und meinte dies auch im übertragenden Sinne. Sie ist in Sachsen die einzige Frau, die einen KFV führt. Vor ihr tat dies bereits vor Jahren Martina Havelland, die jetzt die Ehrenabteilung im Verband führt.

Die Mitglieder bei der Wahl. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Als Stellvertreter wurden Ralf Osthoff, Feuerwehr Naundorf, und Wolfgang Wenzel, Feuerwehr Wiedemar, gewählt. Es gab mit Julia Bau und Felix Rothe insgesamt vier Kandidaten.

Der bisherige Vorsitzende Peter Schwenckner stand für eine weitere Wahlperiode von vier Jahren nicht mehr zur Verfügung. Er wurde mit stehenden Ovationen von den Delegierten verabschiedet und schien von den Emotionen überwältigt. Schwenckner stand dem Verband seit 2011 vor. „Er ist ein Mann weniger Worte, dafür einer der Tat“, sagte Ordnungsdezernentin Angelika Stoye. Sie kennt ihn seit 1990 und schätze seine offene Art, kritische Dinge direkt und ungeschönt anzusprechen. Zudem stünde er neuen Dingen aufgeschlossen gegenüber und blickte auch in schwierigen Situation stets nach vorn.

Im Bericht des Vorsitzenden bekam sie dann auch zu hören, dass es beispielsweise dringend einer Lösung bedarf, damit Feuerwehrwehrleute nicht als Tragehilfen für Rettungsdienste über Gebühr beansprucht werden. Angelika Stoye kündige daraufhin an, dass die Leistungen für den Rettungsdienst neu ausgeschrieben werden. Darin sei enthalten, dass die Tragehilfen, konkret im Krankentransport, eigenständig zu realisieren seien. „Im Rettungseinsatz gilt das natürlich nicht“, betonte die Dezernentin.

Das neue Präsidium des Kreisfeuerwehrverbandes Delitzsch Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Für Stoye war es wahrscheinlich die letzte Delegiertenversammlung des KFV, die sie als Dezernentin erlebt. Dem Vernehmen nach wechselt sie in den Ruhestand. Als Kameradin könne sie dennoch jederzeit wieder dabei sein. Sie wurde als Ehrenfeuerwehrfrau des KFV berufen und damit für ihren unermüdlichen Einsatz für das Feuerwehrwesen im Landkreis Nordsachsen geehrt. Auch in diesem Jahr wird der Landkreis 1,8 Millionen Euro investieren, gut 100 Vorhaben sind von den Wehren angemeldet worden.

Landtagsabgeordneter Jörg Kiesewetter (CDU) kündigte an, dass der Freistaat Sachsen 2018 das Budget für die Feuerwehren verdoppeln, auf 200 Millionen Euro erhöhen will. „Wir werden diese Regierungserklärung genau begleiten. Bislang ist noch kein Geld geflossen“, machte Karsten Saack, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes, deutlich. Die Delitzscher Wehr braucht eine neue Drehleiter und soll, so wie auch kürzlich die Eilenburger Kameraden, eine solche in diesem Jahr erhalten.

Von einer erfreulichen Entwicklung in Nachwuchsarbeit in den Wehren konnte Holm Grüttner berichten. 39 Jugendwehren mit rund 500 Mitgliedern gibt es. „Wir haben deutlich mehr Neuaufnahmen als Austritte“, sagte er. Auch konnten etliche Jungfloriane in die aktiven Abteilungen wechseln.

Dass die Arbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute denen der Profis in keiner Weise nachsteht, dennoch aber in der Öffentlichkeit nicht so wahrgenommen werde, bemerkte Delitzschs Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Für ihn sei es deshalb ein „Signal“, wenn diese Tätigkeit wenigstens mit Steuererleichterungen für sie belohnt würde.

Von Ditmar Wohlgemuth

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