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Delitzsch Daniel Kaiser aus Delitzsch gewinnt Weltcup im Voltigieren
Region Delitzsch Daniel Kaiser aus Delitzsch gewinnt Weltcup im Voltigieren
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16:56 08.03.2016
Daniel Kaiser mit Nina Vorberg (Longe). Quelle: im|press|ions – Kaiser / Katja Kaiser
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Delitzsch/Dortmund

Es ist der größte Erfolg seiner Karriere: Im für einen Voltigierer schon fast biblischen Alter von
29 Jahren hat Daniel Kaiser völlig überraschend das Weltcup-Finale gewonnen. In Dortmund verwies er den bisherigen Dominator Jannis Drewell auf Rang zwei und holte sich seinen ersten internationalen Titel überhaupt. „Es war surreal. Damit hätte ich nicht gerechnet“, sagte Kaiser anschließend. „Das waren geile, emotionale Momente, von denen man ein Leben lang zehrt.“ Heute Abend soll der Triumph gebührend gefeiert werden. Zusammen mit 50 Freunden, Bekannten und Verwandten feiert der Delitzscher in der Schladitzer Bucht.

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Mit 29 Jahren hat Daniel Kaiser seinen ersten internationalen Titel gewonnen. Der Delitzscher setzte sich beim Weltcup-Finale der Voltigierer in Dortmund vor Landsmann Jannis Drewell durch.

Zur Einordnung: Das Weltcup-Finale ist für die Voltigierer so etwas wie die Weltmeisterschaft des Winters – und Jannis Drewell eine Art Ein-Mann-FC-Bayern-München. Um den zu schlagen, griff Kaiser ganz tief in die Trickkiste und trat mit einem neuen Programm an. Er hatte sich den legendären Magier und Entfesselungskünstler Harry Houdini zum Vorbild genommen, trat in Kettenhemd und hautenger Lederhose auf, wohlwissend: „Mit meinem alten Programm hätte ich keine Chance auf Platz eins gehabt.“

So aber setzte der WM-Dritte von 2008 bereits im ersten Durchgang ein Ausrufezeichen. Auf Pferd Down Under und mit Nina Vorberg an der Longe setzte er sich direkt auf Platz eins. Im zweiten Umlauf versuchte Drewell zu kontern. Doch der Rückstand war zu groß. Am Ende kam Kaiser auf 8,757 Punkte, Drewell auf 8,617. Dabei sei sein zweiter Durchgang vom Gefühl her sogar besser gewesen, meinte der Delitzscher. Lediglich Vierbeiner Down Under habe man die Strapazen der vergangenen Tage angemerkt, was die Pferdenote drückte. Diesen kleinen Schönheitsfehler konnten Kaiser und Co. freilich locker verschmerzen. Mit großer Präzision und beinahe fehlerlos brachte Kaiser den Erfolg nach Hause.

Dabei war vor allem seine akribische Vorbereitung ausschlaggebend. Bereits einige Tage vor dem Weltcup-Finale war er ins Pferdesportzentrum Warendorf gereist, trainierte dort unter Anleitung von Kai Vorberg. „Das war der ent-
scheidende Grund, warum es so gut gelaufen ist“, sagte Kaiser. „Kai hat mir einige Entscheidungen abgenommen und bei den Übergängen zwischen den einzelnen Elementen die richtigen Tipps gegeben.“

Doch vor allem in Sachen Taktik gab Vorberg die richtige Richtung vor, riet zu etwas weniger Risiko, setzte dafür auf die perfekte Ausführung der Übungen. Der Plan ging auf. Der Weltcup-Sieg ist der vorläufige Höhepunkt von Kaisers Comebacks, nachdem seine Karriere wegen gesundheitlicher Probleme zwischenzeitlich schon beendet schien.

Von Johannes David

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