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Delitzsch Das Amselnest im Delitzscher Norden feiert einjähriges Bestehen
Region Delitzsch Das Amselnest im Delitzscher Norden feiert einjähriges Bestehen
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10:02 30.04.2018
Ein Jahr Amselnest – das ist für Mitarbeiter und Stammgäste ein Grund zum Feiern. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

Wie schnell doch ein Jahr vergeht, stelle Gudrun Gatzsche, die sich im Amselnest um die Organisation unterschiedlicher Veranstaltungen kümmert, fest. Denn seit einem Jahr gibt es im Amselweg 3-5 diesen Nachbarschaftstreff. Und das wollen seine Mitarbeiter, die alle vom Soziokulturellem Zentrum gestellt werden, mit Stammgästen feiern. Dazu eingeladen sind auch Vertreter der Wohnungsgesellschaft (WGD) und der Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ (WBG) Delitzsch, die diese Einrichtung geschaffen haben.

Täglich frisch gebackener Kuchen

Viel sei im zurückliegenden Jahr passiert, zieht Gudrun Gatzsche Bilanz und zählt neben Weihnachtsfeier, Vorträgen verschiedener Art, ein proppevolles Oktoberfest auf. „Weil das Interesse so groß ist, müssen wir dieses Jahr sogar zwei Weihnachtsfeiern ausrichten“, so die SKZ-Mitarbeiterin weiter, die ansonsten nebenan in der Nähstube arbeitet. Das Nachbarschafts-Café wird gut angenommen. Im Sommer zwar etwas weniger, aber sonst kämen durchschnittlich 15 bis 20 Leute zu ihr, berichtet Heidrun Dathe, die Seele des Hauses. Sie bäckt fast täglich für die Besucher frischen Kuchen, und der schmecke immer, bestätigen die Frauen in der Feierrunde. „Besser bekomme ich ihn zu Hause auch nicht hin“, lobt Gerda Szyska. Die 77-Jährige wohnt im Delitzscher Osten und fährt mit dem Stadtbus in den Norden, um sich dort mit Frauen aus ihrer früheren Radler-Truppe zu treffen. So etwas wie das Amselnest fehle im Osten, bedauert die Rentnerin.

Vanessa Wettig, Hannah Rohrbach und Chantal Knoll von den Nordlichtern sorgen mit ihren Liedern für Unterhaltung an diesem Nachmittag. Eine Textzeile aus einem ihrer Songs greift Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos) in seinen Dankesworten auf, als er sagt, „eine Überdosis Liebe“ haben die Geschäftsführer der WGD und der WBG, André Planer und Anette Pittschaft, bewiesen, als sie die Idee zu dem Nachbarschaftstreff hatten.“ Aber es bedürfe immer auch Menschen, die die Ideen umsetzen.

Viele Pläne für das zweite Jahr

Und das gelinge den Frauen vom SKZ immer wieder, sagt Martha Krämer, die dreimal in der Woche das Amselnest aufsucht. „Ich fühle mich hier geborgen. Der Treff ist nicht weit von meiner Wohnung entfernt, deshalb kann ich ihn auch bei schlechtem Wetter gut erreichen“, erzählt die 86-Jährige. Sie und die anderen Besucher können sich auch im nächsten Jahr auf viel Abwechslung und Unterhaltung freuen. Neujahrsfrühstück, Fasching- und Frauentagsfete sowie ab Mai wieder jeden dritten Donnerstag Grillnachmittage zählt Gudrun Gatzsche nur einige Beispiele auf.

Von Thomas Steingen

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