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"Das ist derfalsche Zeitpunkt"

"Das ist derfalsche Zeitpunkt"

Für Oberbürgermeister Manfred Wilde ist ein Delitzscher Mietspiegel derzeit kein Thema. "Die Stadtverwaltung müsste mehrere Zehntausend Euro investieren, um ein qualifiziertes Dokument zu erstellen.

Ich stecke dieses Geld lieber in Schulen und Kindergärten." Es sei im Moment schlicht "der falsche Zeitpunkt" für einen Mietspiegel, begründet Wilde. "Der Wohnungsmarkt in Delitzsch befindet sich im Umbruch, ist also derzeit sehr veränderlich. Wir haben einerseits einen steigenden Grad an Individualisierung, was sich an der wachsenden Zahl von Eigenheimen zeigt. Zum anderen gibt es aktuell mehrere Neubauten im Mietwohnungsbereich, während es beispielsweise im Norden noch zu Abbruchmaßnahmen kommen wird. Und in ein paar Jahren werden wir im Delitzscher Osten demografisch bedingt einen größeren Mieterwechsel erleben." Inmitten dieses Transformationsprozesses einen Mietspiegel zu platzieren, hält der Rathauschef für eine unnütze Ausgabe. "In zehn Jahren könnten wir vielleicht mal darüber reden, aber nicht jetzt."

Im Übrigen sei der Wohnungsmarkt in Delitzsch keineswegs so unter Druck wie in manchen Großstädten. Die beiden Großvermieter, die städtische Wohnungsgesellschaft (WGD) und die Wohnungsbaugenossenschaft Aufbau, hätten aufgrund ihrer starken Position eine marktregulierende Wirkung. "Insbesondere die WGD hat auch einen sozialen Auftrag. In diesem Sinne finden wir in Delitzsch ein breites Mietspektrum, beginnend bei 3,50 Euro kalt pro Quadratmeter. Die Innenstadt liegt bei durchschnittlich 5 Euro, die Neubauten kosten 7,50 bis 8 Euro, was an den hohen gesetzlichen Auflagen zum energetischen Standard liegt, aber wiederum die Betriebskosten senkt. Jeder findet in Delitzsch eine Wohnung im gewünschten Mietniveau." Um sich über die verschiedenen Preisklassen zu informieren, genüge ein regelmäßiger Blick auf die Wohnungsangebote der Makler und Vermieter. "Zumal ein Mietspiegel vor Gericht nicht unbedingt Bestand hat, wenn Mieter und Vermieter über die ortsübliche Vergleichsmiete streiten."

Notiert von Kay Würker

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.07.2015
Kay Würker

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