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Delitzsch Deichbau in Löbnitz geht weiter
Region Delitzsch Deichbau in Löbnitz geht weiter
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00:18 24.01.2016
Mit schwerem Gerät werden die Spundwände gesetzt. Dabei werden auch Wasserleitung gequert. Sie bekommen einen extra Durchlass im dicken Stahl. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Löbnitz

Schweres Gerät rammt die stählernen Spundplatten nahezu vollständig in die Erde und verbindet sie so zu einer äußerst stabilen Wand. Diese Arbeiten in Höhe des Campingplatzes Roitzschjora in der Gemeinde Löbnitz an der Staatsstraße 12 sind Bestandteil des Großprojektes Polder Löbnitz und Teil des geplanten Flügeldeiches Löbnitz. Der Löbnitzer Bürgermeister Axel Wohlschläger (CDU) geht davon aus, dass dieser Teil der Arbeiten spätestens bis zum dritten Quartal 2016 vollständig abgeschlossen ist und damit Funktionsfähigkeit erreicht ist. „Natürlich hoffen wir, dass wir ihn so schnell nicht brauchen werden“, wünschte sich Wohlschläger. Tatsächlich soll der Polder Löbnitz im Zusammenwirken mit dem Polder Rösa in Sachsen -Anhalt dazu beitragen, bei einem Hochwasser, wie es statistisch gesehen nur alle 100 Jahre vorkommt, den Pegel der Mulde um 75 Zentimeter zu reduziert. Der Polder Löbnitz mit einer Fläche von 1430 Hektar nimmt, wenn er geregelt geflutet wird, dann etwa 15 Millionen Kubikmeter Muldewasser auf und verhindert so das Überströmen der Dämme und deren Zerstörung. Im Mai vergangenen Jahres begannen auf Löbnitzer Seite die Arbeiten für den Flügeldeich. Mit 7,1 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln wird ein kurzer Spundwandabschnitt mit Siel im Bereich des Gelben Wassers gebaut und ein etwa 1300 Meter langer Deich angeschlossen.

Von Ditmar Wohlgemuth

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