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Delitzsch Delitzsch: 172 450 Meter als Zeichen
Region Delitzsch Delitzsch: 172 450 Meter als Zeichen
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12:08 11.08.2013
Und ab die Post: Teenager Laura, der OBM und Chefarzt Handke (von links) werfen sich als erste in die Fluten des Elberitzbades. Quelle: Alexander Prautzsch

172450 Meter haben sie alle zusammen zurückgelegt - und damit nicht nur ein sportliches Zeichen gesetzt.

Um Mannschaftsgeist am und im Wasser gehe es, erklärte Organisatorin Sylke Schlegel von der Wasserwacht. Aber auch darum zu zeigen, dass das Delitzscher Freibad eine wichtige Sportstätte ist. Zur Erinnerung: Als freiwillige Aufgabe der Stadt steht gerade das sanierungsbedürftige Elberitzbad im Zuge der Haushaltssicherung auf der Liste der von Streichung und Schließung bedrohten Einrichtungen.

Delitzsch. Sie haben durchgehalten. 54 Teilnehmer sind von Freitag bis Samstag an den Start des ersten 24-Stunden-Schwimmens im Delitzscher Freibad seit einem Jahrzehnt gegangen. 172450 Meter haben sie alle zusammen zurückgelegt - und damit nicht nur ein sportliches Zeichen gesetzt.

Anlass für das Dauerschwimmen war aber auch das Dreifachjubiläum aus 100 Jahre Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG), 150 Jahre Rotes Kreuz (DRK) und 100 Jahre Sportabzeichen. Drei Mannschaften - ein Team der DLRG, eins der Wasserwacht und ein Zusammenschluss von Delitzschern - ging ab Freitag 18 Uhr für 24 Stunden baden. Während der 24 Stunden musste immer ein Teilnehmer pro Mannschaft im Wasser sein und in seinem Stil und seinem Tempo seine Bahnen ziehen. Am Ende absolvierte die DLRG mit 65250 Metern die längste Strecke, es folgte die Wasserwacht mit 61800 und das Delitzscher Team mit 45400 Metern im Chlorwasser. 13,7 Kilometer legte allein schon Georg Fischer für die Wasserwacht zurück. Gewinner, Verlierer? Das spiele eigentlich gar keine Rolle, betonte am Ende Frank Eitzen, Vorsitzender der DLRG Delitzsch und bedankte sich vor allem bei Sylke Schlegel für die gute Organisation binnen vier Wochen: "Es geht wirklich um den Mannschaftsgeist."

Die Teams waren bunt gemischt - aus Leuten, die quasi professionell schwimmen und jenen, die nur mal gelegentlich ihre Bahnen ziehen. Ältere und Jüngere gingen ins 25 Grad warme Wasser. Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) zog ebenso seine Bahnen wie der Chefarzt des Kreiskrankenhauses Sigurd Handke. Mit 14 Jahren war Laura Schlosberger als Startschwimmerin der Delitzscher Mannschaft die jüngste Teilnehmerin. Bernd Loesch war mit seinen 71 der Senior unter den Schwimmern. Als ehemals aktiver Fußballer halte er sich mit Joggen und Schwimmen fit, erzählte der Delitzscher. Die Teilnahme am Dauerschwimmen war so fast "nur" eine zusätzliche Trainingseinheit, doch sie sei ihm wichtig als Zeichen: "Delitzsch braucht das Bad, ohne Freibad geht es nicht, das sieht man gerade an den heißen Tagen", betonte der Rentner. Nun bleibe ihm nur zu hoffen, dass es nicht wieder zehn Jahre bis zum nächsten 24-Stunden-Schwimmen dauert. Mit dann über 80 wolle er wohl nicht noch einmal starten.

In dieser Sache sieht es gut aus. "Wir können uns eine Auflage im kommenden Jahr sehr gut vorstellen, vielleicht beleben wir eine neue Tradition", so DRK-Vorstandsvorsitzender Christian Wolff. Dann könne man vor allem das Rahmenprogramm noch ausbauen, um mehr Zuschauer zur Veranstaltung zu locken. Vielleicht sei auch ein reines Prominententeam denkbar. "Hoffentlich war es keine einmalige Sache", ist auch Frank Eitzen für eine Auflage nicht erst in zehn Jahren offen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.08.2013

Christine Jacob

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