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Delitzsch: Ärger über Radweg

Delitzsch: Ärger über Radweg

Rüdiger Kleinke ist begeisterter Radfahrer. Nahezu täglich fährt der 43-Jährige Geschäftsführer des Feinkostunternehmens Ebrosia zu seiner Firma ins Gewerbegebiet Delitzsch-Südwest und zurück.

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Hier ist Schluss: Radfahrer müssen am Bahnübergang auf die Straße ausweichen.

Quelle: Kay Würker

Delitzsch. Und ärgert sich: "Am Bahnübergang Schkeuditzer Straße endet abrupt der Rad- und Fußweg, man muss auf die Straße. Das ist eine Gefahrenstelle", moniert er. Potenziell gefährlich sei zudem Wegabschnitt zwischen jenem Bahnübergang und der Brücke, die die B 184 über die Carl-Friedrich-Benz-Straße führt: "Da leuchtet nach meinen Beobachtungen abends keine einzige Laterne" - auf immerhin mehreren Hundert Metern. "Es arbeiten zahlreiche Menschen im Gewerbegebiet, die diesen Radweg nutzen. Auch Frauen, die alleine unterwegs sind", betont Kleinke.

Weil er zugleich als SPD-Politiker im Stadtrat sitzt, brachte er das Thema jüngst in den Technischen Ausschuss ein. Hinsichtlich der Beleuchtung stieß die Anfrage bei der Stadtverwaltung auf Verwunderung: "Zwei Laternen auf dem genannten Abschnitt sollten funktionieren, die anderen sind tatsächlich aus", sagte Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos, 49). Hintergrund sei eine Stromspar-Entscheidung aus früheren Jahren. "Es wurde eingeschätzt, dass die Beleuchtung mit zwei Laternen ausreichend ist." Bezüglich des plötzlichen Radweg-Endes kündigte der Bürgermeister eine Prüfung an. Zu hinterfragen sei, welche Vereinbarung einst zwischen Stadtverwaltung und Deutscher Bahn hinsichtlich der Gestaltung des Bahnüberganges getroffen wurden. Sollte dort eine direkte Fortsetzung des Weges verankert sein, die bislang lediglich nicht umgesetzt wurde, sei eine entsprechende Baumaßnahme denkbar. "Nach erster Schätzung würden der Stadt dabei Kosten in Höhe von etwa 9000 Euro entstehen", so Schöne.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.02.2013

Kay Würker

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