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Delitzsch Delitzsch: Eltern stehen voll hinter ihrer Regenbogen-Kita
Region Delitzsch Delitzsch: Eltern stehen voll hinter ihrer Regenbogen-Kita
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13:00 11.03.2017
Die Plakate aus dem Herbst sind aufgefrischt: „Hurra, wir bleiben!“ freuen sich Erzieher, Kinder und Eltern. Quelle: Christine Jacob
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DELITZSCH

Ein Plattenbau. Draußen grau, drinnen bunt und voll Kinderlachen und Optimismus. Überall in der Kita Regenbogen im Delitzscher Norden finden sich noch die Plakate aus dem Herbst, als die Eltern mit einer Demo gegen die für Ende 2019 angekündigte Schließung gekämpft haben. Nun kam es – nicht wegen der Demos – tatsächlich anders und die Kita ist gesichert. Wegen neuer Prognosen zur Kinderzahl entschied sich die Stadtverwaltung doch zur Sanierung. Die Plakate sind mit „Hurra, wir bleiben“ überklebt. Bis Mitte 2018 sind die 160 Plätze ausgebucht – und das hat nicht nur mit der ohnehin angespannten Platzsituation in Delitzscher Kitas zu tun.

Konzept und Anlage überzeugen

Die Kita Regenbogen in Trägerschaft der Diakonie punktet mit ihrem Konzept und vielen Angeboten, verfügt zudem über eine starkes Team, inner- und außerhalb: „Unsere Eltern sind sehr engagiert und aktiv“, freut sich Kita-Leiterin Beate Gehlauf über viel Rückhalt. Es waren sogar Eltern an den Protesten beteiligt, die nach 2019 gar keine Kinder mehr unterzubringen hätten. Und auch Großeltern engagierten sich stark. Spricht man mit Eltern, schwärmen sie von einer durch und durch schönen Kita, die außer einer nötigen Sanierung kein Manko habe. Wer früher hier als Kind war, bringt inzwischen sein eigenes. Es ist das Konzept, das überzeugt.

Das Gelände bietet von Spielgeräten bis zur Roller- und einer Rodelbahn so ziemlich alles, was das Kinderherz begehrt. Quelle: Christine Jacob

Natürlich spielt die Religion eine besondere Rolle und wird immer wieder in den Alltag eingebunden, wie Beate Gehlauf erklärt. Besonders macht das Kinderhaus aber auch das Konzept der familienähnlichen Gruppen, bei denen Kinder von 1 bis 10 Jahren bunt gemischt betreut werden. Die Kinder werden stets einbezogen, können sich so entfalten. Und das Thema Inklusion ist ein wichtiges in der Gellertstraße. Neun Integrationsplätze bietet die Kita, sieben sind derzeit belegt. So spielen in der Bärchengruppe Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und gesunde Kinder zusammen, werden dabei von einer Heilpädagogin und einer Erzieherin betreut. So nicht zu erwarten im Plattenbau-Quartier ist auch die große Freianlage der Kita. „Wir sind bei Wind und Wetter draußen“, betont die Kita-Leiterin. Rollerbahn, Rodelberg, ein Theater, Streuobstwiese, Bäume, etliche Spielgeräte für jeden Geschmack und vieles mehr vereinen sich zu einem parkähnlichen Gelände. Die Natur als Lern- und Erfahrungsort ist so ein zweiter wichtiger Aspekt im Kita-Alltag. Und: In der Kita wird, im Gegensatz zu anderen Einrichtungen, frisch gekocht – die Küche beliefert sogar andere Diakonie-Einrichtungen.

Der rund 1,8 Millionen Euro teuren Sanierung blickt das Team optimistisch entgegen. Damit werden 45 neue Krippenplätze entstehen und die vorhandenen 25 Krippen- und 85 Kindergartenplätze in der Einrichtung erhalten.

Von Christine Jacob

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