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Delitzsch Delitzsch: Fällung trotz Vitalität
Region Delitzsch Delitzsch: Fällung trotz Vitalität
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07:57 02.02.2013
Vielen Bäumen am Wallgraben geht es an den Kragen, weil die sogenannte Verkehrssicherheit nicht mehr gegeben ist. Quelle: Alexander Bley
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Delitzsch

Das Gutachten des von der Stadt beauftragten Sachverständigen, das der LVZ vorliegt, bestätigt das zumindest für vier Bäume am Wallgraben. Einer davon wurde bereits am Montag zersägt.

Die Aktion geschah ohne Ankündigung und ging schnell. Eine Gruppe Arbeiter war am Montag dieser Woche angerückt und fällte einen 16 Meter hohen Götterbaum nahe der Holzstraße. Wie die Stadtverwaltung auf LVZ-Nachfrage mitteilt, sei dieser Eingriff schon seit Längerem geplant gewesen. Er habe nichts mit den übrigen Fällungen zu tun, sondern sei nach diversen Hinweisen von Anwohnern veranlasst worden.

Allerdings: Der Baum ist auch von dem beauftragten Sachverständigen Klaus Kämpfe geprüft worden. Das Gutachten stellt klar: Das 70 Jahre alte Gehölz war erhaltenswürdig, hatte Vitalitätsstatus 1 – das bedeutet geringe Schäden. Festgestellt wurden beispielsweise Astungswunden, Höhlungen und Totäste im Kronenbereich. Letztgenannte waren offenkundig Auslöser der Gefährdungseinschätzung. Der Sachverständige empfahl aber nur eine Totholzbeseitigung und die Beräumung des Wurzelraumes.

Die Ereignisse am Montag waren der Auftakt für das, was Ende des Monats folgen soll. Die Stadtverwaltung hatte im Januar per Pressemitteilung angekündigt, dass „etwa 50 Bäume gefällt werden müssen“, bezogen auf die Wallgrabenpromenade. Hinzu kommen vereinzelte Fällungen im weiteren Altstadtgebiet.

Bei vier Fällkandidaten am Wallgraben lautet das Gutachterurteil klar: „erhaltenswürdig“. Das betrifft sowohl den am Montag gefällten Götterbaum als auch zwei Spitzahorne und eine Winterlinde im Bereich zwischen Schillerbrücke und Pfortenstraße.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung vom 2. Februar 2013.

K.W.

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