Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzsch: Feuerwehr kämpft im Einsatz mit parkenden Autos
Region Delitzsch Delitzsch: Feuerwehr kämpft im Einsatz mit parkenden Autos
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:47 16.03.2016
Ziemlich eng geht es für die Retter nicht nur in der Angerstraße zu. Quelle: Christine Jacob
Anzeige
Delitzsch

Weil er in einer Wohnung den Rauchmelder gehört habe, schlug ein Mann am Mittwoch 6.20 Uhr in Delitzsch Alarm. Die Feuerwehr wurde zum betreuten Wohnen in die Angestraße gerufen. Der Wohnungsmieter befand sich gerade in der Reha. Die Feuerwehr stellte fest, dass es keinen Brand oder Ähnliches in der Wohnung gab – vermutlich war ein Defekt in der Telefonleitung die Ursache für die akustische Verwechslung. Gegen 6.45 Uhr rückten die Kameraden wieder ab. Dafür ergaben sich für die Feuerwehrleute bei diesem Einsatz ganz andere Probleme.

Von der Wache im Schäfergraben bis in die Angerstraße sind es nur wenige hundert Meter Anfahrt. Jedoch wird in der Angerstraße auch in zweiter Reihe und versetzt geparkt. Die Maschinisten der beiden Löschfahrzeuge und der Drehleiter mussten wie so oft im Delitzscher Stadtgebiet zirkeln, um die Fahrzeuge ordentlich durch die Straße zu bekommen – wenngleich die Durchfahrtsbreite von 3,05 Metern gerade noch von den Autobesitzern in der Angerstraße gewahrt blieb, im Ernstfall kostet das umständliche Manövrieren wertvolle Zeit. Dies stieß auch der Polizei vor Ort sauer auf. Ebenso für Lkw-Fahrer in Delitzsch ist diese „Parkunordnung“ mitunter ein Ärgernis – allerdings ist für sie nicht jene Eile der Feuerwehr geboten.

Enge oder sogar versperrte Rettungswege sind für die Kameraden der Delitzscher Feuerwehr ein gewohnter Anblick. In den vergangenen Jahren wurden nach Angaben des Ordnungsamtes, zuständig auch für den Brandschutz, je zwischen 5 und 25 Parkverstößen allein auf Feuerwehrzufahrten und vor Hydranten festgestellt. Gerichte und Gerichtsentscheide gehen von der definierten Restdurchfahrtsbreite von 3,05 Meter aus. Mit einem Löschfahrzeug kann man dann zum Beispiel auf den Fußweg ausweichen und sich vorbeitasten, wenn es eng zugeht. Wird es allerdings zu schmal, droht Ärger: Unter anderem auch aus diesem Grund, seien allein in der Delitzscher Mauergasse im Jahre 2014 mehr als 130 Verstöße festgestellt und Verfahren eingeleitet worden. Aber dieses Problem gibt es nicht nur in der Altstadt: Feuerwehrkameraden berichten, dass ihnen etwa im Delitzscher Osten regelmäßig die Durchfahrtsbreite Sorgen bereitet, so gehe es zum Beispiel in der F.-C.-Weißkopf-Straße oft extrem eng zu wegen geparkter Autos.

Aber: „Im Ernstfall darf ein Maschinist der Feuerwehr Handlungen vornehmen, die dazu geeignet sind, Schaden abzuwehren“, stellte das Ordnungsamt bereits gegenüber der LVZ klar. Soweit vertretbar, darf ein Maschinist also die Sachbeschädigung an einem abgeparkten Auto in Kauf nehmen, um an anderer Stelle Schaden abzuwehren – also auf dem Weg zu einem Brand beispielsweise.

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit symbolischem Erdaushub ist am Dienstag in Delitzsch-Nord eine 3,2-Millionen-Euro-Baustelle gestartet. Im Kosebruchweg, gleich neben der Oberschule Nord, wird eine neue Zweifeldsporthalle errichtet. Sie ersetzt die benachbarte Halle aus DDR-Zeiten, die im Anschluss abgerissen werden soll.

15.03.2016

Drohen künftig längere Wartezeiten in Fahrschulen? Viele Fahrlehrerverbände warnen derzeit vor einem Mangel an Fahrlehrern, der sich schon bald unter anderem durch besagte längere Fristen bei Terminen bemerkbar machen wird. Wir haben uns umgehört, was die Fahrschullehrer in Nordsachsen dazu sagen.

15.03.2016

Für den ehemals Leipziger Handwerksbetrieb Jalousie- und Rollladenbau Schreckenbach hat sich der Umzug nach Hohenossig gelohnt. Seit über 20 Jahren fertigt die Firma dort erfolgreich individuelle Bauelemente für den Sonnen- und Wetterschutz. Davon überzeugten sich am Dienstag Landrat Kai Emanuel und Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig.

15.03.2016
Anzeige