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Delitzsch Delitzsch: No Dancing With Nazis geht in neue Runde
Region Delitzsch Delitzsch: No Dancing With Nazis geht in neue Runde
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22:00 22.03.2016
Klare Regel schon beim ersten NDWN 2012: Rassisten haben keinen Zugang. Quelle: Christine Jacob
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DELITZSCH

Sie wollen wieder auf die Straße. Sie wollen wieder ein Zeichen setzen. Nach einjährige Pause soll die Veranstaltung No Dancing With Nazis (NDWN) Anfang Oktober 2016 wieder aufleben. Unter dem titelgebenden Motto No Dancing with Nazis, frei übersetzt: mit Nazis wird nicht getanzt, hatte die gleichnamige Initiative rund um den Verein Kultur und Zukunft seit 2012 jährlich eine sogenannte Streeparade, eine von Musik getragene Demo, und schließlich einen langen Konzertabend zum Abschluss organisiert – unter anderem gehörte der Prinzen-Sänger Sebastian Krumbiegel zu den prominenten Unterstützern, trat bereits beim NDWN auf. Die Konzert-Aktion wurde so über die Jahre zu einem Ereignis, das verschiedene Generationen verband und Gäste nicht nur aus einem linken Spektrum zog. Die Veranstaltung lockte zahlreiche Delitzscher, die sonst kaum politisch aktiv sind. 2015 gab es das NDWN aus organisatorischen Gründen nicht. Nun will sich ein Aktionsbündnis aus verschiedenen Vereinen, Institutionen und einzelnen Unterstützern dafür einsetzen, erneut ein „breites Bündnis für Toleranz, Weltoffenheit und Solidarität“ in Delitzsch zu schaffen.

Mit dem NDWN im Herbst soll ein „klares antifaschistisches und antirassistisches Signal“ gesetzt und nach Angaben der Organisatoren „ein Raum für alle die geboten werden, die sich gegen Intoleranz und neonazistisches sowie menschenverachtendes Gedankengut stellen“. Der Ursprung und Grund der Veranstaltungsreihe war schließlich auch der Angriff von Neonazis auf Gäste eines Ska-Konzertes im Jugendhaus YOZ im März 2012. Die Täter wurden Ende des vergangenen Jahres verurteilt. Ein 2012 bei diesem Angriff schwer verletzter Prager Musiker leidet an bleibenden Folgeschäden. Auch solche Vorfälle zu verhindern, ist eines der Ziele der Initiative.

Nun wird nach Unterstützern gesucht, die sich aktiv einbringen wollen. Wer beim NDWN mitwirken will, kann sich per E-Mail unter lj-nordsachsen@gmx.de melden und weitere Details erfahren. Anfang April soll es zudem ein Koopertionstreffen geben.

Von Christine Jacob

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