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Delitzsch Delitzsch Ost setzt auf junge Gärtner
Region Delitzsch Delitzsch Ost setzt auf junge Gärtner
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14:00 10.10.2018
In der Gartensparte Ost sind Leon Zschernitz, Jonas Schlegel und Maximilian Große ein Teil der Jugendbrigade 1.0. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Sie haben den Garten einmal auf links gedreht und zu alter Pracht verholfen, klotzen am Wochenende richtig ran. 14 junge Leute um die 20 sind momentan der große Stolz der Gartensparte Delitzsch Ost. „Jugendbrigade 1.0“ und „Jugendbrigade 2.0“ werden sie liebevoll genannt.

Ein gemeinsames Ziel

Vorbehalte habe es anfangs schon gegeben, gibt der Vereinsvorsitzende Daniel Reibrandt zu. „Aber das hat sich schnell erledigt, ich bin positiv überrascht“, berichtet der 47-Jährige. Kurz nachdem er vor drei Jahren den Vereinsvorsitz übernommen hatte, tauchten auch die jungen Männer der „Jugendbrigade 1.0“ auf, wollten einen Garten haben. Man gab ihnen die Chance und hat es nicht bereut. Aus einer leerstehenden Parzelle ist wieder eine voller Leben geworden. Seit September 2015 wirtschaften Maximilian Große, Jonas Schlegel, Leon Zschernitz und Lukas Jakobsche dort. Alle sind sie Anfang 20. „Unsere Intention war es, nach dem Abi einen gemeinsamen Treffpunkt zu haben“, erzählt Jonas Schlegel. Sonst in alle Himmelsrichtungen verstreut, gab es nun ein gemeinsames Ziel. Heute verarbeiten sie ganz viel aus ihrem Garten, stellen zum Beispiel selbst saure Gurken her und haben sich an Schnaps mit Früchten aus eigener Ernte versucht. Im Garten gibt es immer zu tun und die Arbeit machen sich die Vier sehr gerne, wenngleich nicht jeder von ihnen immer jedes Wochenende Zeit hat.

Junge Leute gern gesehen

In der Gartenanlage im Delitzscher Osten setzt man unterdessen bewusst die Intention, noch mehr junge Leute zu holen. Immerhin müssen einige über kurz oder lang altersbedingt ihre Scholle aufgeben. Doch Gärtnern wird unter jungen Leuten immer beliebter. Von 86 Gärten in „Delitzsch Ost“ stehen nur noch zwei leer, der Altersschnitt der Gärtner von 60 Jahren wird langsam aber stetig nach unten gedrückt. Seit diesem August gibt es eine „Jugendbrigade 2.0“, zehn junge Leute kümmern sich gemeinschaftlich um einen Garten. „Es hat nicht immer jeder Zeit, desto mehr können mitmachen“, erklärt Bruno Bernhardt, warum die Brigade 2.0 die Last gerne auf viele Schultern verteilt. 18 bis 20 Jahre alt sind die Gärtner. „Aus solchen Gemeinschaften kommen möglicherweise auch später neue Pächter“, sagt Daniel Reibrandt. Wer jetzt in einer der Jugendbrigaden einmal den grünen Daumen entdeckt hat, will vielleicht auch später mal mit der eigenen Familie seinen eigenen Kleingarten.

Von Christine Jacob

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