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Delitzsch Delitzsch-Ost soll neues Fördergebiet werden
Region Delitzsch Delitzsch-Ost soll neues Fördergebiet werden
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10:02 30.04.2018
Vor allem die Artur-Becker-Schule soll profitieren und saniert werden. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Ohne Moos nix los, weiß der Volksmund. Mit Fördergeld soll der Delitzscher Osten rund um die Artur-Becker-Oberschule auf Vordermann gebracht werden. Doch vor den Geldfluss hat der Gesetzgeber so manche bürokratische Hürde gesetzt.

Neues Gebiet angeraten

In der Stadt wird ein neues Stadtumbau- und damit Fördergebiet „Delitzsch-Ost“ aufgesetzt. Dabei gibt es im Ostteil der Stadt eigentlich schon eines, in dem seit 2003 schwerpunktmäßig Dinge wie Fahrrad- und Rollatorengaragen oder auch der Abriss von leerstehenden Gebäuden gestemmt wurden. Das Sächsische Staatsministerium des Innern, das letztlich über so eine Förderung entscheidet, hat Delitzsch allerdings zum Aufstellen eines komplett neuen Gebiets geraten. Gesagt, getan. Der Beschluss fiel am Donnerstagabend einstimmig im Stadtrat und kann einiges bewegen.

Das neue Stadtumbaugebiet umfasst den Bereich der Artur-Becker-Oberschule und des Friedhofs. Quelle: Stadtverwaltung Delitzsch

Die Vorhaben im neuen Gebiet umfassen das Areal rund um die Artur-Becker-Oberschule und den Friedhof. Vor allem die Schule soll vom Stadtumbau profitieren. Während die seit 2016 im Bau befindliche Oberschule im Norden nun bald fertig saniert ist, ist die im Osten noch weitgehend unangetastet. Fraglich ist allerdings noch, ob es wie bei der künftigen Erasmus-Schmidt-Schule bei einer grundhaften Sanierung bleibt oder ein Ersatzneubau an gleicher Stelle geschaffen wird. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung wird das klären. Auch die Dreifeldhalle auf dem Gelände der Oberschule wurde 1976 erbaut und ist dringend sanierungsbedürftig. Auch hier wird zu prüfen sein, ob eine grundhafte Sanierung oder ein Neubau wirtschaftlicher ist. Der Plan ist, eine Multifunktionshalle zu errichten, die dem Schul- und Vereinssport aber auch Kulturveranstaltungen gerecht wird.

Bürgertreff soll entstehen

Weiteres Sanierungsobjekt im neuen Stadtumbaugebiet wird der Friedhof. Die Sanierung des Gebäudes der Friedhofsverwaltung,Trauerhalle einschließlich Mauereinfriedung und Wegebau sind vorgesehen. „Der Friedhof könnte sich mal parkähnlich entwickeln“, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) bereits Anfang des Jahres. Immerhin müsse man bedenken, dass sich die Begräbniskultur wandelt, die Urnenbeisetzung immer häufiger genutzt wird und so mehr Fläche eines Friedhofs frei bleibt als noch in der Vergangenheit. Der Friedhof kann dann auch als öffentliches Grün und Erholungsraum begriffen werden.

Die Stadt will auch einen Bürgertreffpunkt errichten. Der soll allen Altersgruppen zur Verfügung stehen. Es wäre ein großer Schritt nach vorne, denn momentan stehen weder der jüngeren Generation noch der immer älteren im Osten solche Treffpunkte zur Verfügung. Im Norden dagegen werden mit dem „Amselnest“ in freier Trägerschaft sehr gute Erfahrungen gemacht. Zudem sieht der neue Stadtumbau-Plan vor, die Friedrich-Ebert-Straße grundhaft zu sanieren.

Bis es konkret an Baumaßnahmen geht, wird einige Zeit in den Mühlen der Bürokratie vergehen. Bis Jahresende hofft die Stadtverwaltung auf positive Rückmeldung des Staatsministeriums zur Bestätigung des Gebiets, erst dann können Gelder fließen. In der Vergangenheit war es von Bürgern immer wieder zu Vorwürfen gekommen, der Delitzscher Osten sei abgehängt.

Von Christine Jacob

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