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Delitzsch Delitzsch: Politikdiskussion läuft im Netz
Region Delitzsch Delitzsch: Politikdiskussion läuft im Netz
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06:15 14.07.2016
Die SPD betreibt offene Diskussionskultur auf ihrer Homepage. Quelle: Web
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DELITZSCH

Kuschelkurs gibt es nicht mehr im Delitzscher Stadtrat. Nach fünf Jahren ist die rot-schwarze Politik-Ehe zwischen SPD und CDU wenn nicht geschieden, so doch mindestens im Trennungsjahr und damit auf Scheidungskurs. Und das wiederum führt zu amüsanten Netz-Debatten, einem neuerlichen Hin und Her zwischen den Fraktionen des Stadtrates in den kleinstädtischen Unweiten des Internets.

Richtig sei schon, so SPD-Chef Rüdiger Kleinke in einer Pressemitteilung und auf der Homepage der Delitzscher SPD, dass die in den vergangenen Jahren praktizierte Abstimmung unter den Fraktionen von SPD und CDU seit der Kommunalwahl im vergangenen Jahr nicht mehr stattfinde. Die letzten fünf Jahre der konstruktiven Zusammenarbeit seien „mit Sicherheit die erfolgreichsten Jahre” für Delitzsch gewesen. Gemeinsam hätten beide Fraktionen das größte Investitionsprogramm für Schulen und soziale Einrichtungen in der Geschichte der Stadt Delitzsch durchgesetzt. Vor diesem Hintergrund sei nicht zu verstehen, dass derzeit „seitens der CDU kein Interesse an der Fortführung dieser Erfolgsbeziehung zu bestehen scheint. Aber es war eben tatsächlich keine Ehe, sondern ein Zweckbündnis zum Wohl unserer Stadt”. Wer nach dem Austeilen eingesteckt hat, teilt wieder aus: „Unschön empfinden wir die überhebliche Häme des Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler Delitzsch. Wer selbst noch nichts zuwege gebracht hat, zeigt eben gern mit dem Finger auf andere, um vom eigenen Unvermögen abzulenken. Während sich SPD und CDU um wichtige Zukunftsthemen unserer Stadt bemüht haben, verschwendete Herr Bernhardt die Zeit der Stadträte mit seiner damaligen Privatfehde mit dem Oberbürgermeister”, führt die SPD unter anderem ins Feld. Wer dort Zuverlässigkeit und Ehrlichkeit suche, müsse lange suchen. Es folgt ein Kommentar von einem Bürger direkt darunter, öffentlichkeitswirksam von den Freien Wählern auch im Netzwerk Facebook kundgetan. „Vielleicht sollte man überlegen, ob man jederzeit ein verlässlicher Partner war. (Wahl der Ausschüsse). Ob man versucht hat, eigene Interessen über die der gemeinsamen Zusammenarbeit zu stellen?“ Der User schreibt gar von Scheinheiligkeit und Schlingerkurs. Und wiederum kommentiert Kleinke darunter. Dann wieder kommentiert der User und so weiter und so fort. In diesem Monat nun ruht das Thema auf den Seiten der Parteien, ist das letzte Wort dort vorerst gesprochen, so mancher Politiker weilt im Urlaub – nach politischer Sommerpause sieht es in Delitzsch aber nicht aus, jedenfalls solange das Internet seinen Dienst tut, wird der nächste Zoff bald beginnen.

Von Christine Jacob

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