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Delitzsch Delitzsch: Straßenausbau führt nicht zur Rennstrecke
Region Delitzsch Delitzsch: Straßenausbau führt nicht zur Rennstrecke
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18:00 15.06.2017
Verkehrsunfall bei Döbernitz, ein Beteiligter stirbt später an den schweren Verletzungen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Drei Verkehrstote in zwei Wochen, das gab es im Polizeirevierbereich Delitzsch auch schon lange nicht mehr. Wie berichtet, starben kürzlich an ihren schweren Verletzungen die Pkw-Fahrerin beziehungsweise Fahrer, die an Unfällen in Zschernitz und Döbernitz beteiligt waren sowie ein Motorradfahrer, der im Kreisel Schladitzer See stürzte. „Wir haben derzeit generell das Problem, dass sich Vorfahrtsverletzungen und eine zu hohe sowie unangemessene Geschwindigkeit als Unfallursache häufen“, teilte Klaus Kabelitz, Leiter des Delitzscher Reviers, mit. Er führt dies aber auch auf die Unaufmerksamkeit der Verkehrsteilnehmer bei warmer Witterung zurück.

Befürchtungen bestätigen sich nicht

Die Befürchtung, dass sich die ausgebaute Bitterfelder Straße in Delitzsch zu einer Rennstrecke, insbesondere in den Abendstunden entwickeln könnte, habe sich nach Aussage des Revierleiters so nicht bestätigt. „Wir sind den Hinweisen der Bürger, wie wir es im übrigen immer tun, konkret nachgegangen. Unsere Kontrollen haben aber nichts dergleichen ergeben.“ Unabhängig davon wolle man im Streifendienst dort weiter präsent sein.

Generelle Unfallschwerpunkte macht Kabelitz derzeit in seinem Verantwortungsbereich nicht aus. Dass es eine gewisse Häufung von Unfällen geben kann, wie beispielsweise an der Kreuzung S4/K7440 bei Zschernitz, schloss er dabei nicht aus. Ursachen gebe es unterschiedliche. Bauliche Veränderungen oder auch andere Beschilderungen würden seiner Ansicht nach nichts daran ändern, dass Rechtsnormen in Straßenverkehr nicht eingehalten werden.

Falschparker

Nach wie vor ärgere ihn, dass Behindertenparkplätze unrechtmäßig belegt werden. Wenn erzieherisch nicht mehr eingewirkt werden könne, helfe nur die konsequente Ahndung. Abschleppen ist bereits nach drei Minuten möglich. Zu den Abschleppkosten kommt noch das Bußgeld in Höhe von 35 Euro. „Vielleicht wirkt das auf den Autofahrer dann nachhaltiger“, so Kabelitz.

Von Ditmar Wohlgemuth

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