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Delitzsch Delitzsch arbeitet an Wasserläufen
Region Delitzsch Delitzsch arbeitet an Wasserläufen
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19:24 17.06.2011
Eine Übersichtskarte der Delitzscher Stadtverwaltung zeigt den Verlauf der Gräben. Quelle: Stadtverwaltung
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Delitzsch

Zusammen mit dem Grundwasserwiederanstieg gab es im niederschlagsreichen Herbst/Winter 2010/2011 an vielen Stellen Probleme, weil das Wasser nicht wie gewünscht abfloss. Nun nehmen sich Stadt und Bergbausanierer LMBV der Sache an.

Seit Beginn der Tagebausanierung  habe das Sachgebiet Tiefbau der Stadtverwaltung die Gräben im Blick, sagt Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch. Das in der EU-Wasserrahmenrichtlinie gesetzte Ziel, dass bis 2015 alle Gräben in einem guten ökologischen und chemischen Zustand sein sollen und das Grundwasser einen vernünftigen Pegel aufzuweisen hat, bezeichnet Koch für Delitzsch als schwer realisierbar. Dabei verweist der Amtsleiter darauf, dass die Grabenunterhaltung eine „öffentlich-rechtliche Verpflichtung ist“, jedoch nicht gesetzlich gefordert sei.

Der Lober als Gewässer erster Ordnung liegt in der Zuständigkeit des Freistaates Sachsen, die Stadt Delitzsch hat 35 Kilometer Gräben in Pflege. Und weil viele von ihnen zum Lober führen, könne man froh sein, dass die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) derzeit dieses Gewässer auf einer Länge von sechs Kilometern im Abschnitt Döbernitz bis Schenkenberg saniere.

Unstittig ist aber auch, dass die meisten Gräben teilweise oder über weite Strecken in einem schlechten Zustand oder sogar nicht mehr vorhanden sind, so dass der Abfluss des Wassers nicht durchgängig gewährleistet ist. Die vor einiger Zeit geschaffene Arbeitsgruppe Gräben, in der Vertreter der Stadt, des Landratsamtes, der Wasserbehörden, der LMBV und von Planungsbüros mitwirken, hat deshalb eine Prioritätenliste für die Sanierung dieser Gewässer zusammengestellt. Ziel ist es, bis Ende 2012 alle Gräben, die auf dieser Liste stehen, zu sanieren. Schätzungsweise eine Million Euro werde das kosten, sagt Koch.

Ganz oben auf dieser Liste stehen der Werbener und der Storkwitzer Graben, die bis Ende dieses Jahres für schätzungsweise 100 000 Euro renaturiert werden. Dieses Vorhaben läuft als Modellversuch, den Stadt und LMBV gemeinsam umsetzen, wobei die Hauptlast der Kosten beim Bergbausanierer liegen. „Wir sind froh, dass wir die LMBV als starken Partner für diese Zusammenarbeit gewinnen konnten“, sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos).

Weitere Gräben, deren Sanierung bis Ende 2012 geplant ist, sind der Krumme Graben in Döbernitz-Ost und das System des Schwemmteiches in Beerendorf einschließlich seiner beiden Zuläufe, des Ablaufes und im weiteren Verlauf des Ziehgrabens bis zur Einmündung in den Lober. Das gesamte System wird derzeit vermessen. Realisiert werden soll das Vorhaben ab Sommer 2012. Im Zeitraum August bis November 2012 sollen auch der Strengebach in Selben, der Gertitzer Graben in Delitzsch sowie der Sprödaer Graben/Sprödaer Bach hergerichtet werden. Für den Krummen Graben läuft derzeit die Planung, seine Sanierung soll Anfang des nächsten Jahres starten.

Alle anderen Gräben und Teiche sieht die Arbeitsgruppe in ihrer Priorität nicht ganz so dringlich. Ihnen werde sich aber im Rahmen der jährlichen Pflege und Unterhaltung angenommen, so Koch.

Den ausführlichen Bericht und die Prioritätenliste finden Sie in der Wochenendausgabe der Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung.

Thomas Steingen

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