Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Delitzsch bastelt an der Zukunft

Leitbilddiskussion Delitzsch bastelt an der Zukunft

In die Zukunft schauen und Ziele für die Entwicklung von Delitzsch bis zum Jahr 2030 festlegen, darin bestand kürzlich die Aufgabe einer Fachdiskussion mit reger Beteiligung. Angeregt hatte sie Oliver Genzel, Amtsleiter für die Bereiche Schule, Kultur und Soziales. Die vielen Hinweise werden in weiteren Gesprächsrunden vertieft, später in einem Leitbild zusammengefasst.

Leitbilddebatte Delitzsch 2030: Amtsleiter Oliver Genzel begrüßt die Teilnehmer am Fachdialog.

Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Delitzsch. Es geht um die Zukunft von Delitzsch. „Bitte schauen Sie 15 Jahre voraus“, bat kürzlich Oliver Genzel. Der städtische Amtsleiter, zuständig für Schulen, Kultur und Soziales, hatte kürzlich zu einem Fachdialog Leitbild 2030 ins Bürgerhaus eingeladen. Die Resonanz war beachtlich, die Gesprächskultur offen, tolerant und ergebnisorientiert, die Resultate allerdings noch nicht auf den Punkt gebracht.

Viele interessante Ansätze

Die Ansätze zeigten jedoch, dass die Teilnehmer nicht unvorbereitet in die Debatte gingen. Kulturorte müssten mehr zu Lernorten werden, Kultur- und Freizeitangebote sollten auch an Bildungsangeboten gekoppelt sein. Im Bereich der Schulen sei Delitzsch bereits gut aufgestellt, dennoch wünschten sich Schulleiter und Lehrer mehr finanzielle Unabhängigkeit und mehr Eigenverantwortung. Auch bei der Innenausstattung der Schulen gebe es Nachholbedarf, insbesondere im IT-Bereich. Angesichts steigender Schülerzahlen solle in Delitzsch über einen Schulkomplex-Neubau mit dem Konzept einer Gesamtschulen nachgedacht werden. Aus der Sportler-Runde regte Christian Hornig an, einen Vereinsstammtisch wieder aufleben zu lassen. Eine Kooperation zwischen den Vereinen findet kaum statt. Die Zusammenarbeit der Vereine mit Schulen und Kindertagesstätten gehöre zudem auf ein höheres Niveau gehoben. Gina-Maria Ehrlich, Leiterin der Kita Sonnenland, schätzte ein, dass für die Familien und deren Kinder sich viel Positives getan habe. Allerdings seien die Gespräche in der Runde von der Schließung der Kita Regenbogen und diversen Gegenaktionen geprägt gewesen.

Idee: Gebetsraum für Moslems

Aus Sicht von Matthias Mittmann, Schalom Begegnungszentrum, müsse 2030 die Stadtkultur von Toleranz und Offenheit geprägt sein. „Vielleicht gibt es dann auch einen Gebetsraum für Moslems.“ Beteiligungsformen für Kinder und Jugendliche, also Möglichkeiten der Mitbestimmung, seien weiter auszuloten.

Diskussion weiterführen

Für Amtsleiter Genzel waren all das vor allem Anregungen dafür, wohin die Entwicklung der Stadt und seiner Bürger gehen soll. „Die Diskussion kann tatsächlich erst am Anfang sein“, bemerkte dazu Marika Schinkel-Kleinke. Aus ihrer Sicht habe die Runde lediglich Ideen sammeln können, die jetzt konkretisiert werden müssten. Ein abschließender Workshop könnte dazu beitragen. Erst danach dürften die Formulierungen im Leitbild-Entwurf verankert und den Stadträten vorgelegt werden. Ende September, Anfang Oktober soll ein entsprechendes Dokument erarbeitet sein. Genzel nahm die Idee gern auf, wollte auch auf der Homepage der Stadt über den Zwischenstand der Zukunftsdiskussion regelmäßig berichten. Allerdings war er dennoch der Meinung, dass in den Gesprächsgruppen, die er nach einer kurzen Einführung in die Thematik bildete, schon sehr intensiv gesprochen worden sei. Fast eine Stunde Zeit hatte er beispielsweise den „Schulmenschen“, den „Kindergarten-Leuten“, auch den Sportlern und Lehrern gegeben, um aus ihrer Sicht einen Wunschzettel „So stelle ich mir Delitzsch 2030 vor“ zu entwerfen. Auch sollten sie Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken benennen, die für die Bereiche Bildung, Sport und Soziales sowie Kultur, Freizeit und Tourismus zutreffen. Auf vorbereiteten Formularen wurden sie dann notiert, im Amt später ausgewertet.

Leitbild 2015 teils umgesetzt

Zuvor hatte Oliver Genzel in einem kurzen Monolog aus dem Leitbild 2015 zitiert, einige Schwerpunkte benannt, auch über manches Ergebnis berichten können. „Delitzsch hat wieder ein Kino, auch die Schullandschaft ist attraktiver geworden“, sagte er. Das Stichwort Seenlandschaft sei allerdings ein „schwieriges Thema“.

Von Ditmar Wohlgemuth

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Delitzsch
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die nächste Runde läuft - jetzt mitmachen und bewerben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

19.08.2017 - 19:07 Uhr

Nach dem 0:3 gegen die Kickers Markkleeberg haben die Muldestädter wieder in die Erfolgsspur gefunden. Sie besiegten Aufsteiger Lipsia Eutritzsch deutlich mit 4:0. 

mehr
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr