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Delitzsch Delitzsch bekommt eine Kita-Bürgerinitiative
Region Delitzsch Delitzsch bekommt eine Kita-Bürgerinitiative
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14:00 02.12.2017
23,37 Euro mehr müssen Eltern ab 2018 für den Krippenplatz (neun Stunden) in Delitzsch bezahlen. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Warum soll man immer alles klaglos hinnehmen? Warum soll man sich nicht einmischen? Warum sollte man sich nicht mit Ideen einbringen? Solche und andere Fragen beschäftigen derzeit einige Delitzscher, seit die Erhöhung der Elternbeiträge für die Betreuung in Kitas ab Januar 2018 beschlossen wurde. Ein Krippenplatz wird mit dem neuen Jahr 213 Euro monatlich, ein Kindergartenplatz 135 Euro im Monat und der Hort 75 Euro monatlich kosten – das sind jeweils Kostensteigerungen um die 20 Euro. Dagegen regt sich nun bürgerlicher Widerstand in Form einer neuen Gemeinschaft.

BI bereitet ihre Gründung vor

Die Loberstadt soll eine neue Bürgerinitiative (BI) bekommen, die sich für bezahlbare Kinderbetreuung in den Tagesstätten stark machen will. Dem Kopf dahinter, dem Delitzscher Matthias Ulrich, geht es nicht um das „Kontra“, sondern um Lösungen. Daher soll die Betonung der Arbeit auf dem „für“ liegen, „BI für eine gute und bezahlbare Kinderbetreuung“ lautet das Credo und nicht „gegen zu hohe Elternbeiträge“. Die Arbeit nimmt langsam Fahrt auf, vor Kurzem haben sich etliche Eltern getroffen. „Wir sind noch in der Namensfindung“, schildert der 34-jährige Matthias Ulrich. Die ersten Ziele seien schon vereinbart worden, berichtet der Familienvater.

Matthias Ulrich, Delitzscher, will eine gute bezahlbare Kitalandschaft in Delitzsch Quelle: Christine Jacob

Zudem wird an der weiteren Einbeziehung der Öffentlichkeit gearbeitet. So sind erste Entwürfe für Flyer in Arbeit und es soll Werbung für die Gründungsversammlung gemacht werden. Ein Termin steht allerdings noch nicht fest, voraussichtlich im Januar können Nägel mit Köpfen gemacht werden.

Unterdessen werden auch in weiteren Kommunen rund um Delitzsch und in ganz Nordsachsen die Elternbeiträge erhöht. So haben die Kommunen wie Rackwitz, Schönwölkau oder Löbnitz ihre Preise angepasst. Hintergrund ist in jedem Fall, dass der Landeszuschuss für die Betreuungsplätze seit Jahren praktisch stagniert und die Kosten auf die Kommunen abgewälzt werden, die wiederum die Steigerungen an die Eltern durchreichen müssen. Es wird in allen Kommunen mit weiteren Kostensteigerungen in den folgenden Jahren gerechnet.

Von Christine Jacob

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