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Delitzsch Delitzsch bekommt neuen Kreisverkehr – nur wann?
Region Delitzsch Delitzsch bekommt neuen Kreisverkehr – nur wann?
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11:25 06.02.2019
Der Verkehrsknotenpunkt der B 183 a mit dem Stadtring, auch „Todeskreuzung“ genannt , soll zu einem Kreisverkehr ausgebaut werden. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Auf diese gute Nachricht haben viele lange gewartet: Die Kreuzung von B 183 a und Delitzscher Stadtring kann entschärft werden. Die Landesdirektion hat einen Kreisverkehr genehmigt. „Die dort vorhandene vierarmige Kreuzung stellt einen Unfallschwerpunkt dar und wird daher zum Kreisverkehrsplatz umgebaut“, heißt es in der Begründung zu der Kreuzung, die seit fünf Jahren zumindest dank Ampel etwas sicherer ist. Doch das Warten, immerhin gab es 2009 im Eindruck tödlicher Vorfahrtsverletzungen bereits eine Petition pro Kreisverkehr, hat damit noch immer kein Ende.

Geduld ist gefragt

Das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) verfügt nun zwar über Baurecht, macht auf Anfrage aber klar, dass noch Geduld gefragt ist. „Der Plangenehmigungsbeschluss wurde gerade erst erlassen. Er ist somit noch nicht bestandskräftig – insofern liegt noch kein vollziehbares Baurecht vor“, verweist das Amt auf mögliche Klagen. Aus diesem Grund könnten derzeit keine gesicherten Aussagen zu Bauterminen gemacht werden. „Unabhängig davon können nun mit den Baurechtsauflagen aber die Bauvorbereitungen laufen, insbesondere Erstellung Bauentwurf und Ausschreibungsunterlagen, Grunderwerb“, so eine Sprecherin.

Details stehen bereits fest

Aus Sicht der Landesdirektion ist bereits klar, wie der Kreisverkehr aussehen wird. „Mit der Baumaßnahme soll die Verkehrssicherheit im Bereich des Knotenpunktes durch die Unterbrechung von Sichtbeziehungen und die dadurch erzwungene Reduzierung von Fahrgeschwindigkeiten erhöht werden“, teilt die Landesdirektion mit. Dafür wird die Kreismittelinsel mit einer ansteigenden Hügelfläche von etwa 1,50 Meter über der Kreisfahrbahn ausgebildet. Durch den Umbau zum Kreisverkehr müssten zudem auch die geradeaus fahrenden Fahrzeuge bei Einfahrt in den Knotenpunkt ihre Geschwindigkeit erheblich senken. Der Knotenpunkt wird in Zukunft über eine einstreifige Verkehrsführung im Kreisverkehr mit einem Außendurchmesser von 40 Metern verfügen. Die Breite der Kreisfahrbahn wird sieben Meter zuzüglich 0,5 Meter Randstreifen betragen. Auch die Straßenentwässerungsanlagen werden erneuert. „Für die Nutzbarkeit des Kreisverkehrs durch Großraum- und Schwerlasttransporte werden befestigte Pflasterstreifen am Rand der Kreismittelinsel eingesetzt“, heißt es weiter. Mit dem Bauvorhaben seien auch Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden. Zum Ausgleich werden 29 Bäume in einer Baumreihe nördlich der B 183 a und beidseitig der Gemeindeverbindungsstraße gepflanzt. Ferner sei eine Heckenanpflanzung mit einem Umfang von 60 Quadratmetern als Ausgleich geplant. Das Vorhaben umfasst zudem die zeitweise Errichtung einer Baustraße für einen Teil des Umleitungsverkehrs.

Stadt Delitzsch ist vorbereitet

Die Gesamtkosten für den Bau des Kreisverkehrs betragen nach ersten Schätzungen rund 900 000 Euro, Hauptkostenträger ist der Bund, beteiligt sind der Landkreis Nordsachsen und die Stadt Delitzsch. Dort hat man die Maßnahme bereits vorsorglich eingeplant und eine viertel Million Euro für den möglichen Eigenmittelanteil eingestellt.

Von Christine Jacob

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