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Delitzsch Delitzsch blickt optimistisch auf 2019
Region Delitzsch Delitzsch blickt optimistisch auf 2019
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11:53 11.01.2019
Das Ensemble Klezmer Muskelkater sorgte für ein ungewöhnliches kulturelles Rahmenprogramm. Als sie von der regen Bautätigkeit in Delitzsch hörten, zogen sie spontan die passenden Utensilien über. Ein Video und weitere Fotos unter www.lvz.de/Region/Delitzsch Quelle: Fotos: Wolfgang Sens
Delitzsch

Es hat Tradition: Die Stadt Delitzsch startet wie so viele andere Kommunen auch mit einem Neujahrsempfang ins Jahr. Und auf das kann man am Lober optimistisch blicken, so jedenfalls die Botschaft am Donnerstagabend im Bürgerhaus.

OBM zuversichtlich

Jedenfalls stand ein zuversichtlich gestimmter Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) vor 250 geladenen Gästen am Rednerpult. Einer, der die Jahre nicht voneinander trennt, sondern betont, dass die Maßnahmen 2018 und davor ineinander greifen werden mit den Aufgaben und Plänen 2019. Ob nun die Sanierung der Regenbogen-Kita, der Umbau der West-Schule zum neuen Hort „Loberaue“ oder auch der Bauentschluss für das neue Schwimmbad – was Delitzsch dieses und die kommenden Jahre beschäftigen und bewegen wird, hat längst begonnen. Der Doppel-Haushalt ist verabschiedet. Man müsse sich den Kapazitätsfragen in Schulen und Kindertagesstätten stellen, so der Oberbürgermeister. Delitzsch tut dies, investiert in diesem Jahr von einer Gesamtinvestitionssumme in Höhe von 7,5 Millionen Euro allein 3,6 Millionen Euro in diesen Bereich. „Was eine Stadt lebenswert macht, ist ihre Familienfreundlichkeit“, betonte der OBM am Donnerstagabend. Im Monatsschnitt gibt es laut Oberbürgermeister weiterhin einen Zuzug von 80 Menschen nach Delitzsch, die Hälfte davon sei unter 40 und die Zuzügler kämen aus dem gesamten Bundesgebiet in die Stadt.

Zuzug hält an

Am 10. Januar 2019 feierte die Stadt Delitzsch ihren traditionellen Neujahrsempfang im Bürgerhaus. 250 Gäste waren zu Musik, OBM-Rede und Gesprächen geladen.

Aber auch die Sauberkeit und das attraktive Erscheinungsbild gehören dazu. Dafür sorge Delitzsch, indem die Stadt zum Beispiel so wie jüngst mit einer 500 Euro schweren Strafe illegale Müllablagerungen ahndet. Doch auch die Beseitigung von „städtebaulichen Brachen“ mache die Stadt attraktiver. Ob nun alte Stadtgärtnerei oder das Gelände der einstigen Bauunion – es wird zum Bauland, was sonst ungenutzt bleibt und mehr und mehr verkommt. Teilweise entwickelt die Stadt die Areale auch selbst, nicht immer sind es Bauträger allein. Eines aber bereite Sorgen, gab der Oberbürgermeister zu: „Die Baukapazitäten machen wirklich Probleme.“ Man erlebe es in der Stadtverwaltung selbst, wenn bei Ausschreibungen teilweise gar keine Angebote kommen und man nicht wie geplant mit den Bauten beginnen kann. Auch im privaten Sektor erinnere es heute manchmal an das „kennste keinen, haste keinen“ aus DDR-Zeiten, scherzte Wilde. Dennoch dürfe man nicht auf die notorischen Meckerer hören, sondern solle die Dinge positiv betrachten, appellierte das Stadtoberhaupt.

Unterstützung fürs Ehrenamt

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei die Sicherheit in einer Stadt. Dabei legte der Oberbürgermeister in seiner Rede den Schwerpunkt auf den Brandschutz. Viele Menschen wüssten gar nicht, was sich hinter der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr alles verberge und wie viele Tragehilfen, Türöffnungen oder auch Ölspuren die Kameraden beschäftigen würden. 329 Einsätze hatte die Feuerwehr Delitzsch im Jahr 2018. Nicht nur, dass die Ehrenamtlichen oft in ihrer Freizeit ausrücken müssen, sie müssen dafür auch ihren Arbeitsplatz verlassen. „Mein Appell an Unternehmer ist, dass sie die Kameraden auch freistellen und nicht immer mit schiefen Augen ansehen, wenn sie zum Alarm müssen“, so Wilde. Er könne verstehen, dass es für kleine Handwerksbetriebe nicht leicht sei, die Mitarbeiter freizustellen, bei großen Unternehmen aber dürfe das kein Problem sein.

Von Christine Jacob

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