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Delitzsch Delitzsch feiert Stadtfest mit Festumzug und Partystimmung
Region Delitzsch Delitzsch feiert Stadtfest mit Festumzug und Partystimmung
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11:35 04.07.2016
Bei den historischen Gefechtsdarstellungen stürmt auch schon mal eine Marketenderin den Feinden entgegen. Weitere Fotos unter www.lvz.de/Delitzsch.  Quelle: Fotos: Alexander Prautzsch
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Delitzsch

 Viel zu feiern und zu sehen gab es beim Delitzscher Stadtfest Peter & Paul, das laut Polizei insgesamt sehr friedlich und ohne nennenswerte Zwischenfälle verlief. Ob auf dem Markt, rund ums Schloss oder auf Roß- und Pfortenplatz – überall ging es drei Tage hoch her:

Auch in diesem Jahr zog das Delitzscher Stadtfest mit historischem Peter-und-Paul-Markt wieder Tausende Menschen an. Ob beim Festumzug, auf dem Schlossareal oder seinen Wiesen überall herrschte ausgelassene Stimmung und wurde bis spät in die Nacht hinein gefeiert.

Verspätung: Wie üblich zu spät, nämlich um 15 Minuten, wie Oberbürgermeister Manfred Wilde kritisierte, marschierten die Delitzscher Landsknechte, die 20-jähriges Bestehen feierten, zum traditionellen Fassbieranstich auf. Zudem versuchten zwei schwedische Söldner das von der Brauerei gestiftete Fass „dünnen Bieres“ zu stehlen, wofür sie je fünf Hiebe „mit der flachen Klinge auf den Arsche“ ernteten. Dann endlich konnte das Stadtoberhaupt das Fass mit drei gekonnten Schlägen öffnen.

Große Bühne: Während Firefuckers & Steve mit Neil Youngs „Like A Hurricane“ begannen, den Kirchplatz zu rocken, hatten die SiTa’s vom Hort am Rosengarden am Freitag ihren großen Auftritt auf den Schlosswiesen. Sie führten nicht nur die Sage von der Türmerstochter auf, sondern auch das eigens inszenierte Musical „Trau dich!“. Obwohl ferienbedingt und wegen eines kursierenden Magen-Darm-Virus personell geschwächt, meisterten die überwiegend Erstklässler ihre Aufgabe großartig.

Musik fürs Gemüt: Einen Strauß bunter Melodien überbrachten am Samstagvormittag die Heidetaler Blasmusikanten an der Schloßwache, denn „Blasmusik soll euch Freude bringen“ lautete ihr Motto. Damit trafen sie den Nerv der älteren Generation und all jener, die mit Ballermannparty und Discosound nichts am Hut haben.

Entspannend: Im wohnlichen Ambiente ihres mittelalterlichen Hexenwagens konnten sich Besucher von Cora Barth engelhaft die Muskeln durchkneten lassen. Mit ihrem zum Wohlfühlstübchen ausgebauten Gefährt brachte die Massagetherapeutin etwas Neues auf den historischen Markt.

Verurteilt: Beim historischen Gerichtstag des Delitzscher Carnevalsvereins ging es diesmal um ein gestohlenes Fass Branntwein. Weil Richter und Stadtschreiber in die Sache verstrickt schienen, wurde ein Unschuldiger bestraft. Manfred Sacher hatte die Geschichte im Stadtarchiv ausgegraben und aufgearbeitet.

Verkleidet: Im historischen Festumzug mit seinen rund 1000 Mitwirkenden wurde der nordsächsische CDU-Bundestagsabgeordnete Marian Wendt als Geharnischter zu Fuß gesichtet. Mit Beifall verabschiedeten die Besucher vor dem Rathaus Gisela Nicklisch, die den Umzug letztmalig moderierte.

Abkühlung: Mit Kanonendonner, Pulvergeruch und Gefechtsgeschrei ging es zur Erstürmung der Stadt. Danach genoss das Kriegsvolk unter dem Jubel der vielen Schaulustigen ein Bad im Wallgraben. Ihnen gleich tat es das Team der Bundeswehr, das die Wallgrabenregatta gewann. Erstmals in der Geschichte dieses Wettkampfes verlor ein Team ein Mitglied. Claudia von den Sonntagsfahrern hatte sich zu sehr ins Zeug gelegt und war dabei aus dem Boot gerutscht.

Fußballfieber: Der Übertragung des Deutschlandspiels fiel der Auftritt von Mia Julia, der Partykönigin von Mallorca, zum Opfer. Dafür bejubelten die Massen auf der Schlosswiese den Einzug der Deutschen ins EM-Halbfinale.

Von Thomas Steingen

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