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Delitzsch gewinnt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Preisverleihung in Düsseldorf Delitzsch gewinnt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Goldstatus, große Ehre und Anerkennung für Delitzsch: Die Bemühungen um Nachhaltigkeit wurden am Freitagabend in Düsseldorf beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewürdigt. Delitzsch gewann den Preis in der Kategorie „Städte mittlerer Größe“. Zudem gibt es ein stattliches Preisgeld.

Oberbürgermeister Manfred Wilde (erste Reihe, dritter von links) mit der Auszeichnung für Delitzsch.

Quelle: Darius Misztal

DÜSSELDORF/DELITZSCH. Jubelstimmung in Delitzsch. Die Loberstadt ist mit einem Sieg beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis ausgezeichnet worden und darf sich nun als die nachhaltigste Stadt mittlerere Größe in Deutschland rühmen. „Ohne Bürgerbeteiligung wäre das nicht möglich“, betonte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) bei der Auszeichnungsveranstaltung in Düsseldorf.

Erneut hatte es Delitzsch ins Finale geschafft. Nun also nach Nominierungen und Treppchenplätzen 2014 und 2015 in diesem Jahr die Goldmedaille. Delitzsch war in seiner Kategorie der „Städte mittlerer Größe“ gegen Geestland und Wernigerode angetreten. Bereits in der Nominierung hatte man vor allem die Delitzscher Bemühungen um Integration, Beteiligung, Verkehrsminderung und Energieeffizienz gewürdigt: „Die sächsische Stadt zeigt trotz knapper Kassen, dass eine nachhaltige Energiepolitik strukturschwachen Gebieten einen Weg aus der Krise bieten kann. Die sächsische Stadt Delitzsch ist ein Leuchtturm für eine kommunikative Nachhaltigkeitspolitik“, lobte die Jury unter anderem. Zudem ging es weit über die Energieeffizienz hinaus, die die Loberstadt durch ihren European Energy Award in Gold ja schon so bekannt gemacht hatte: „Der intensive Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern hat in Delitzsch einen hohen Stellenwert. Über Veranstaltungen in Vereinen und Schulen und die Nutzung von Sozialen Netzwerken bleibt die Stadt mit den Bewohnerinnen und Bewohnern im Gespräch und erkennt deren Anliegen frühzeitig“, so die Jury weiter. Auch der Einsatz für den Einzelhandel wurde in der Laudatio am Freitag gelobt.

Dank an Delitzscher und 35 000 Euro Preisgeld

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) sieht es ohnehin olympisch und schon das Dabeisein als Ehre: „Wir werten die Nominierung und Auszeichnung als Anerkennung der gemeinsamen Bemühungen von Stadt, Stadtrat und Bürgerschaft, die mit dem Nachhaltigkeit verbundenen Fragestellungen aktiv angegangen zu haben“, so das Stadtoberhaupt.

Manfred Wilde (Mitte) nimmt den Preis von Stefan Schulze-Hausmann und Malu Dreyer, SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, entgegen

Manfred Wilde (Mitte) nimmt den Preis von Stefan Schulze-Hausmann und Malu Dreyer, SPD-Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, entgegen.

Quelle: Darius Misztal

Dabei sei es allen Beteiligten wichtig gewesen, neben der Energieeffizienz auch die Nachhaltigkeit im sozialen, wirtschaftlichen und klimapolitischen Zusammenhang zu betrachten. „Insofern schließt sich für uns der Kreis vom European Energy Award in Gold über den Mittelstandspreis, den CSR-Preis und dem Wettbewerb Energieeffiziente Stadt bis heute“, freute sich Wilde. Für die Auszeichnung gelte den Delitzschern ein großes Dankeschön, die mit ihren Initiativen dazu beigetragen haben. Der Preis sei aber auch ein Ansporn, Defizite auszugleichen und dabei neue Wege zu gehen. Die 35 000 Euro Preisgeld sollen wiederum nachhaltig eingesetzt werden.

Delitzscher Delegation trifft auf Stars

1200 Gäste wohnten der Preisverleihung bei. Vergeben wurden Auszeichnungen auch für nachhaltige Unternehmen, Marken, Forschung und Städte verschiedener Größe. Zu Deutschlands nachhaltigstem Großunternehmen wurde Tchibo gekürt, bei den großen Städten gewann Nürnberg. Es gab Preise für Alnatura und Weleda. Insgesamt waren 30 Unternehmen und 12 Kommunen bei Deutschlands grünster Gala nominiert, die sich mit einer Nominiertencouch bewusst für ein wenig Oscar-Flair entschieden hatte. Auf der Couch hatte der OBM Platz genommen. Delitzsch war mit einer Delegation aus Verwaltungsmitarbeitern vor Ort.

Andreas Rieck, zuständig für das Sachgebiet Liegenschaften und im Energieteam der Verwaltung, OBM Manfred Wilde und Bürgermeister Thorsten Sch

Andreas Rieck, zuständig für das Sachgebiet Liegenschaften und im Energieteam der Verwaltung, OBM Manfred Wilde und Bürgermeister Thorsten Schöne (von links) stolz mit dem Preis.

Quelle: privat/dnp

Die diesjährigen Ehrenpreise des nunmehr neunten Deutschen Nachhaltigkeitspreises gehen an den US-Schauspieler Nicolas Cage, die Hip-Hop-Gruppe „Die Fantastischen Vier“ und Tshering Tobgay, den Premierminister von Bhutan. Mit den Auszeichnungen würdigt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis vorbildliches ökologisches und soziales Engagement. Auf der Bühne war unter anderem Jazzvirtuose Jamie Cullum vertreten, um die Gäste zu unterhalten.

Deutscher Nachhaltigkeitspreis

Der Nachhaltigkeitspreis wird seit 2008 jährlich vergeben. Die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis arbeitet dafür mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Forschungseinrichtungen zusammen. Mit der Prämierung vorbildlicher Akteure und Projekte will man den Wandel hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft unterstützen und jene ehren, die sich den Herausforderungen stellen.

Der Initiator des Preises, TV-Wissenschaftsjournalist Stefan Schulze-Hausmann, moderiert die Verleihung. Schirmherr ist 2016 der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller. Die Preisverleihung ist „Deutschlands grünste Gala“, nachhaltig produziert bis in die kleinsten Facetten. Auch die ganzjährige Vorbereitung und der Kongress werden umfassend an Grundsätzen nachhaltiger Veranstaltungsproduktion ausgerichtet.

Von Christine Jacob

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