Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzsch hat mit Ausbau der Bitterfelder Straße Erleichterung für Radfahrer geschaffen
Region Delitzsch Delitzsch hat mit Ausbau der Bitterfelder Straße Erleichterung für Radfahrer geschaffen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 22.03.2017
Zwei Radfahrer schauen sich am Rosental in Delitzsch die Informationstafel zur Kohle-Dampf-Lichtroute an. An der Loberbrücke im Rosental kommt der Radweg aus dem Park und führt entlang des Wallgrabens weiter durch die Stadt. Quelle: Wolfgang Sens
Anzeige
Delitzsch

Vor fünf Jahren hat der Stadtrat das Radverkehrskonzept beschlossen. Die Vision der Planer vom Büro Stadtlabor Leipzig, die das Konzept für Delitzsch erarbeiteten, lautet, den Fahrradanteil am Gesamtverkehrsaufkommen in der Stadt bis 2017 auf 25 Prozent zu erhöhen und bis 2022 auf 30 Prozent. 2012 würden 21,3 Prozent aller Wege in Delitzsch per Drahtesel zurückgelegt, hatten die Planer seinerzeit ermittelt. Belegbare Zahlen, wie sich der Fahrradanteil in den vergangenen fünf Jahren entwickelt hat, „liegen uns nicht vor“, sagt Stadtplaner Karl-Heinz Koch. Er regt an, das in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig im Rahmen von Studentenarbeiten analysieren zu lassen.

Erste Sofortmaßnahmen realisiert

Angelegt ist die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes auf lange Sicht. Dennoch hat sich in den zurückliegenden Jahren einiges getan, konnten mehrere der sogenannten Sofortmaßnahmen realisiert werden. Koch nennt hier zuerst den Ausbau der Bitterfelder Straße und das Auszeichnen von Fahrradspuren auf der Fahrbahn, womit eine Verbesserung der Radverkehrssituation auf einer der Hauptrouten durch die Stadt erzielt worden sei. Eine weitere Sofortmaßnahme waren auch die Seitenstreifen in der Pfortenstraße oder die Einbahnstraßenöffnung für Radfahrer im Gerberplan zur Bitterfelder Straße. Mit dem Abriss des alten Zwischenbaus im Gymnasium wurde Platz geschaffen, sodass die Schüler nun ihre Räder im Schulgelände abstellen können. „In Brodau ist die Joachim-Bauer-Straße in eine Tempo-30-Zone umgewandelt und in Laue eine Radwegeverbindung zum Seelhausener See geschaffen worden, zählt Bauamtsleiter Koch auf. Andere Vorhaben wie der Radweg von Delitzsch nach Spröda an der B 183 a oder der Ausbau der Leipziger Straße mit Radweg befinden sich im Planungsprozess in Verantwortlichkeit des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr.

Was den touristischen Radverkehr betrifft, führt durch Delitzsch die Regionale Hauptradroute Kohle/Dampf/Licht. Sie ist als solche vor einigen Jahren installiert und nach sächsischem Standard komplett beschildert worden. In diesem Jahr soll nun der Torgische Radweg von Torgau über Bad Düben, Löbnitz, Laue und Benndorf bis nach Delitzsch verlängert werden, sodass er an die Kohle-Dampf-Licht-Radroute anschließt. Über diesen Weg ist Delitzsch dann auch mit dem Mulde- und Elberadweg verbunden.

Fördermittel für touristische Infrastruktur

Für die Beschilderung des Torgischen Radweges entstehen den Kommunen keine Kosten, da diese Investition zu 100 Prozent vom Freistaat Sachsen finanziert wird. Für die Realisierung der touristischen Infrastruktur entlang des Weges wie Ausbau, Schaffung von Rastplätzen und Fahrradabstellanlagen oder das Anbringen von Informationstafeln kann eine 90-prozentige Förderung über die Richtlinie Kommunaler Straßen- und Brückenbau beantragt werden. „Für den Torgischen Radweg von Delitzsch bis Torgau wird eine Kooperationsvereinbarung mit dem Landkreis und allen anliegenden Kommunen geschlossen. Die Gemeinde Löbnitz übernimmt dabei die Antragstellung“, berichtet Sylke Seidel, die im Landratsamt Nordsachsen zuständige Mitarbeiterin.

Beschilderung nach sächsischem Standard

Regionale Radwege führen außerdem von Delitzsch nach Eilenburg und nach Hohenprießnitz. Der Raiffeisenradwanderweg verbindet Delitzsch mit Bad Düben, wobei noch ein zweiter, fast identischer Weg ebenfalls zwischen beiden Städten verläuft. Hier gelte zu überlegen, ob beide Wege perspektivisch zusammengeführt werden sollten, so Sylke Seidel weiter. Diese vier regionalen Radwege sollen in den nächsten Jahren nach sächsischem Standard ausgeschildert werden, nachdem im Rahmen der Fortschreibung der nordsächsischen Radverkehrskonzeption ihre Verläufe nochmals überprüft beziehungsweise optimiert werden.

Von Thomas Steingen

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Nach einem Raubüberfall auf einen 35-Jährigen in Delitzsch sucht die Polizei nach Zeugen. Der Mann war am Montag auf dem Weg zur Arbeit, als er von einem Unbekannten mit dem Messer bedroht und von ihm Geld erpresst wurde. Geschockt händigte der Überfallene sein Portemonnaie aus.

21.03.2017

Nicht nur über das Paarungsverhalten der Biene gab der Sächsische Imkertag Aufschluss. Wissenswertes gab es auch über das Produkt zu erfahren, von dem in Deutschland pro Jahr bis zu 25 000 Kilogramm verzehrt werden: Honig kann zwar importiert werden, die Bestäubungsleistung der Bienen jedoch nicht.

21.03.2017
Delitzsch Diskurs nach Turmnacht - Was darf Kunst in Delitzsch?

Außerirdische haben den Breiten Turm in Delitzsch erobert und der Gast ist plötzlich mitten in der Szenerie. An der Freibadmauer prangt etwas, das man als Penis interpretieren könnte (!) und regelmäßig nehmen Kabarettisten die Welt aufs Korn. Muss das sein, darf das sein, kann das sein? Was darf Kunst in Delitzsch?

21.03.2017
Anzeige