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Delitzsch Delitzsch hat noch Platz für Gewerbe
Region Delitzsch Delitzsch hat noch Platz für Gewerbe
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13:04 23.02.2018
Gerade im Gewerbegebiet Südwest wäre noch was frei (Archivbild). Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Der Verpackungshersteller Smurfit Kappa, die Fachleute vom Biomassekraftwerk Danpower, der Wein-Versender ebrosia, die Wurstwarenmacher von Meemken, DSD-Rohrtechnik und viele mehr ... Die Liste der Firmen mit Sitz in Delitzsch ist lang. Und sie wird länger. Ist da noch Platz?

Kommune hat noch Flächen

Ein bisschen was bis ein bisschen viel geht auf alle Fälle noch: derzeit stünden noch etwa 30 Hektar an kommunalen Gewerbegebietsflächen zur Verfügung, teilt die Stadtverwaltung auf Anfrage mit. Davon aber sind elf Hektar nicht erschlossene Flächen nördlich des Wohngebietes „Sandmark“. Die verbleibenden 19 Hektar verteilen sich auf die Gewerbegebiete Delitzsch Südwest und Rödgen. Der Anteil kommunaler Flächen betrug ursprünglich mal zirka 77 Hektar, einiges konnte also veräußert und an Firmen gebracht werden. Aktuell kann sich die Stadt freuen, mit Luxtoor eine innovative Firma an den Lober geholt zu haben. In Südwest wollen die Spezialisten eine High-Tech-Nanopastendruckerei aufbauen, zunächst werden damit um die 20 Arbeitsplätze geschaffen, in der Zukunft soll es etappenweise auf über 100 hochgehen. Über das Wirtschaftsministerium war das Unternehmen auf Delitzsch aufmerksam geworden, ließ sich schließlich vom Standort überzeugen. Die Luxtoor GmbH hat sich nach Aussage ihres Chefs am Ende aufgrund der günstigen Lage und der vielschichtigen Ausrichtung der Stadt Delitzsch in den Themenfeldern Energieeffizienz und erneuerbare Energien gezielt für den Standort Delitzsch entschieden.

Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos, links) und der Delitzscher Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz (rechts) im Gespräch mit Helge-H. Muth von der Firma Luxtoor Quelle: Thomas Steingen

Genau solche Deals braucht die Stadt. Neue Ansiedlungen, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos), würden den „Laden“ Delitzsch nicht nur im positiven Sinne aufmischen, sondern eben auch Geld in die nicht allzu üppige Stadtkasse spülen. So tut die Stadt einiges, um neue Investoren zu überzeugen. „Neben der Orientierung auf zukünftige Branchen und Trends unterstützt die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung die Unternehmen mit einem zielorientierten Service in allen Fragen der Wirtschaft“, wirbt zum Beispiel Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz im Internet und listet Delitzscher Vorzüge wie die Nähe zu Autobahnen, S-Bahn-Anschluss und den Flughafen Leipzig/Halle neben all den Bemühungen um Energieeffizienz auf. Und wer einmal da ist, bleibt scheinbar gerne: Kurz- und mittelfristig planen mehrere Delitzscher Unternehmen Erweiterungen ihrer Firmenflächen.

Auch private Anbieter

Auf dem Stadtgebiet wurden auch eine Reihe von privaten Industrie- und Gewerbegebieten entwickelt. Die Gewerbegebiete „Delitzsch-Ost – Am Stadtforst“, „Gewerbepark Delitzsch – Benndorf“, „Industrie- und Gewerbegebiet Ziehwerk Delitzsch“ und der „Gewerbepark An der Leipziger Chaussee“ sind weiter in Bewegung. So listet der Gewerbepark am Stadtforst nahe Spröda aktuell mehrere Flächen zwischen 5000 und 13 500 Quadratmetern. Dabei sind dort schon zirka 20 Firmen angesiedelt.

Knapp 300 Hektar Platz

Delitzsch war eben schon immer ein zumindest ausreichend großer Gewerbestandort. Die Gesamtfläche aller Gewerbegebiete in Delitzsch beläuft sich auf 263,7 Hektar. Dabei entfallen 133,9 Hektar auf Industriegebietsflächen und 129,8 Hektar auf Gewerbeflächen. Über die Bauleitplanung mittels Bebauungsplan sind etwa 200 Hektar der Gesamtfläche festgesetzt. Auch die Ausweisung neuer Industrie- und Gewerbegebiete werde „im Rahmen der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes und der dann anstehenden Bedarfsermittlung“ erfolgen, so die Verwaltung.

Von Christine Jacob

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