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Region Delitzsch Delitzsch ist eine Lesestadt
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13:54 23.09.2016
Frau Freitag liest am Mittwoch und der Schlosskeller ist ausverkauft. Quelle: Alexander Prautzsch
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DELITZSCH

Rappelvoll war der Schlosskeller am Mittwochabend. Das gute alte Buch macht das möglich, was bei Delitzscher Veranstaltungen nicht selbstverständlich ist – Ausverkauf bis auf den letzten Platz. Diesmal gab Frau Freitag, Berliner Lehrerin und Bestseller-Autorin, Einblicke in ihre Buch gewordenen Unterrichtserfahrungen und der Saal lauschte gespannt und amüsiert – der Delitzscher lacht eben gern.

Solche Lesungen organisiert Buchhändler Ingolf Engler seit Jahren. Nicht nur humorvolle Stoffe und Belletristik quer durchs Buchregal bietet er damit, Engler begrüßte im Schlosskeller schon etliche Krimi- und Sachbuchautoren. Mit wachsendem Erfolg. Für den 8. November ist um 19.30 Uhr eine Lesung mit Twitter-Oma Renate Bergmann alias Torsten Rohde im Programm. Wieder wird es also humorvoll. Die Nachfrage nach den Karten ist bereits enorm, es soll eine zusätzliche Nachmittagsveranstaltung geben. Ingolf Engler liegt eine Menge am gedruckten Wort: „Jede solcher Veranstaltungen ist begrüßenswert“, sagt er auch über andere Lese- und Vorleseangebote.

In Schenkenberg wächst neuer Literatur-Treff

Lesen und Vorlesen bildet nicht nur, es macht eben Spaß, es tut der Seele gut, es hat viele positive Effekte. Das alles will auch Karin Nadler fördern. Jahrzehntelang hat sie als engagierte Deutschlehrerin vor allem an der Artur-Becker-Oberschule Kinder und Jugendliche für Literatur in all ihren Facetten begeistern können, Wettbewerbserfolge gefeiert. Nun geht ihre Lese(r)förderung an anderer Stelle weiter, seit sie in Rente ist. Am nächsten Mittwoch lädt sie im Vereinshaus „Zur Schule“ in Schenkenberg zum Lesestübchen. Organisiert wird das Treffen federführend von den Landfrauen, die sich um Kaffee und Kuchen kümmern. Bereits zum fünften Mal wird sich Karin Nadler ihrem Publikum stellen, aus Büchern vorlesen, Literatur vorstellen – diesmal wird es um einen Krimi gehen. „15, 20 Gäste kommen in der Regel“, berichtet sie. Es sind vor allem Senioren. „Das Lesestübchen soll ein Treffpunkt sein“, schildert die Ex-Lehrerin, „die Leute sollen über die Literatur ins Gespräch miteinander kommen.“ Andere Landfrauen haben schon davon Wind bekommen, die Vorleserin ist Ende des Jahres in Sausedlitz zu Gast. Ideen hat sie noch so einige. Auch eine kleine Bibliothek, geöffnet jeden Mittwoch von 17 bis 18 Uhr, hat Nadler im Vereinshaus schon aufgebaut. Das Lesestübchen soll in absehbarer Zeit jeden Monat stattfinden.

Angebote auch in Delitzscher Kneipe und Bibliothek

Etabliert ist mit den „Delitzscher Vorlesungen“ eine offene Lesebühne. Privatmann Thilo Fuchs hatte im Januar 2014 erstmals dazu eingeladen, wollte nach Vorbild Leipziger Veranstaltungen auch seiner Heimatstadt Delitzsch eine Plattform für Freunde des Schreibens und Lesens bieten. Die Reihe ist inzwischen fester Bestandteil des Delitzscher Kulturkalenders. Bei freiem Eintritt bekommen die Gäste an jedem vierten Sonntag im Monat ab 17 Uhr Literatur vorgelesen. Durchschnittlich lesen zehn Leute vor, meist selbstverfasste und noch unveröffentlichte Werke aller möglichen Stile. Ein junger Ex-Delitzscher Dichter, der an Wettbewerben teilnimmt, gehört genauso zum mittlerweile festen Vorleserstamm wie Autoren von Kurzgeschichten, immer wieder gesellen sich neue Vorleser und Zuhörer dazu.

Der junge Dichter Karl präsentiert in der No.2 regelmäßig seine Nachtgedanken. Quelle: Christine Jacob

Seit Sommer 2015 findet die Reihe in der Altstadtkneipe No.2 statt, wo wiederum der Wirt seine Räume kostenfrei zur Verfügung stellt und trotz ausgeweiteter Ruhetage extra für die Veranstaltung öffnet. Nach dem Vorlesen tauschen sich die Teilnehmer aus. Die nächste Gelegenheit ist an diesem Sonntag ab 17 Uhr in der No.2.

Zu den privaten und Buchhandelsangeboten kommen die Veranstaltungen der Stadtbibliothek mit ihren mehr als 1100 aktiven Nutzern. „Buch trifft Note“ heißt es am Freitag um 18 Uhr wieder – diesmal mit russischen Impressionen. Am Dienstag ist wieder Literaturstammtisch. Nicht nur die neue Leiterin Anett Hacker wird Literarisches vorstellen, die Gäste sind aufgerufen, sich mit eigenen Buchvorstellungen zu beteiligen. Der Eintritt ist ebenfalls frei.

Von Christine Jacob

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