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Delitzsch Delitzsch läutet zum Leitbild-Finale
Region Delitzsch Delitzsch läutet zum Leitbild-Finale
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06:00 17.10.2016
Wie soll Delitzsch sich wandeln? Wie soll es in Zukunft sein? Das sind Themen für ein Leitbild. Quelle: Kay Würker
DELITZSCH

Diskussionen sind gelaufen, Papiere wurden gewälzt, es wurde an Formulierungen gefeilt und manche Idee auch wieder verworfen, der Ist-Zustand wurde gewertet und von einer Zukunft geredet, die gar nicht mal den großen Umsturz bringen soll. Am Dienstag nun ist es so weit, das neue Leitbild für die Stadt Delitzsch kommt auf den Prüfstand – potenziell für alle Delitzscher, wenn sie denn mitmachen wollen. Um 18 Uhr findet im Hotel „Zum Weißen Ross“ der letzte Bürgerdialog zur Fortschreibung des Delitzscher Zukunftsfahrplans statt. „Wir werden den Entwurf des Leitbildes vorstellen“, kündigt Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz an.

Die Moderation des Leitbild-Prozesses läuft über Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz. Quelle: Kay Würker

Nicht nur in dieser Rathaus-Abteilung wurde und wird am Fahrplan für die Zukunft gearbeitet. Aber dort laufen die Fäden zusammen, werden die einzelnen Entwürfe gebündelt. Abgelaufen ist das Delitzscher Leitbild streng genommen schon im vergangenen Jahr, heißt es doch immerhin „Leitbild 2015“. Das Leitbild hat der amtierende Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) 2006 als damaliger Leiter des Arbeitskreises Stadtmarketing auf den Weg gebracht und im vergangenen Jahr ein gemischtes Fazit zur Umsetzung gezogen. Auf insgesamt acht Seiten sollte dieses bisherige Leitbild ein roter Faden für die Entscheidungen von Stadtrat und Verwaltung sein, indem es sich Themen wie Bildung, Energie oder Tourismus widmet und Ziele setzt, wie es mal sein soll. Da war aber dann auch die Rede vom Baden am Werbeliner See – da wurde der Stadt bekanntlich vorerst ein Strich durch die Rechnung gemacht. Ziemlich umfangreich mit mehr als anderthalb Seiten wurde auch das Thema Energieeffizienz behandelt, andere Bereiche dagegen umfassen nur ein paar Sätze. Klar wurde jetzt in einigen Arbeitsgruppen auch thematisiert: So umfangreich wie bisher muss das Leitbild gar nicht in allen Punkten sein, an mancher Stelle lässt sich so eine Agenda deutlich knackiger formulieren. Mehrere aber kleine Überarbeitungen hatte es in der Vergangenheit schon gegeben, zuletzt 2012. Anfang des Jahres beschloss der Stadtrat die Überarbeitung. Und das mit großer Bürgerbeteiligung, so jedenfalls mal die Idee. Die Bürgerbeteiligung aber verlief mitunter verhalten, oft waren die Diskussionspartner die üblichen Verdächtigen und bekannten Gesichter aus Vereinen und Institutionen. Die ganz breite Diskussion – sie blieb bislang aus.

Delitzscher sollen sich einbringen

Die Bürger sollen aber auch jetzt wieder zu Wort kommen können. Zum Beispiel, indem sie am morgigen Dienstagabend im Hotel „Zum Weißen Ross“ bei der Präsentation des sogenannten Entwurfskonzepts ihre Meinung sagen oder dann in der Folge ihre Anmerkungen machen. „Es wird sicherlich möglich sein, seine Rückmeldung zum Entwurf zu geben“, kündigt Alexander Lorenz an – denkbar sei eine Präsentation des Papiers zum Beispiel im Internet, das genaue Verfahren wird im Rathaus noch abgestimmt. Die bisherigen Entwürfe zu Unterpunkten wie „Image und Kommunikation“ oder „Bildung, Sport und Soziales“ seien durchaus realistisch, schätzt der Wirtschaftsförderer ein, ins Detail soll erst am 18. Oktober gegangen werden. In keiner Arbeitsgruppe, zeigen auch die LVZ-Erfahrungen, wurden Fantasien oder unrealistisches Wünsch-dir-was-Fabeln entworfen. Die Vision für Delitzsch 2030 sei geprägt von Gedanken wie Kooperationen und Netzwerken, berichtet auch Alexander Lorenz. Und möglichst wenig solle der Stadt, so der Tenor der bisherigen Bürgerdialoge und AG-Treffen, verloren gehen. Sind alle Ergebnisse zusammengefasst, soll der Stadtrat noch dieses Jahr das neue Leitbild für die Loberstadt verabschieden.

Von Christine Jacob

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