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Delitzsch US-Heli verlässt Delitzscher Acker
Region Delitzsch US-Heli verlässt Delitzscher Acker
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11:12 11.06.2018
Am Samstag 9 Uhr startete der Helikopter vom Typ Chinook wieder. Der 18 Meter lange und 11 Tonnen schwere Transporthubschrauber hat Delitzsch nach fünft Tagen wieder verlassen.. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch/Washington

Es ist vollbracht: Fünf Tage nach der Notlandung auf einem Feld bei Beerendorf bei Delitzsch im Landkreis Nordsachsen hat der Transporthubschrauber vom Typ Chinook der US-Streitkräfte Nordsachsen wieder verlassen. „Der Helikopter ist gegen 9 Uhr gestartet und nach Leipzig zum Auftanken geflogen. Danach ging es weiter zum Standort ins Bayrische Katterbach, sagte Rainer Krebs, Presseoffizier der Unteroffizierschule des Heere Delitzsch, die das Feld absicherte, auf LVZ-Anfrage. Der Abflug erfolgt damit recht unspektakulär und etwas überraschend. Denn eigentlich sollte der Chinook nach der Reparatur bereits am Freitag wieder abheben. „Der Einbau des Getriebes läuft momentan“, sagt Presseoffizier Hauptmann Rainer Krebs noch am Freitag Nachmittag. Nachdem ein neues Getriebe geliefert und eingebaut war, gab es am Freitagabend auch einen kurzen Testlauf. Zum Start kam es jedoch nicht.

„Es ist ein Ereignis.“ Das hat Klaus-Dieter Kabelitz immer wieder eingeräumt, wenn es um den am Montagmittag notgelandeten US-Militärhubschrauber in einem Feld bei Beerendorf ging.

Dass es nicht nur ein Ereignis für die Region ist, zeigt die Anfrage, die den Delitzscher Polizeirevierleiter im Laufe der Woche erreichte. Das US-Militärmagazin „Stars And Stripes“ bat Kabelitz um Hilfe bei der Recherche zur Reportage über den in einem „eastern German field“ (ostdeutschen Feld) gestrandeten Helikopter. „Da die Geschichte durch alle möglichen Medien ging, sind sie auf mich aufmerksam geworden“, sagt der Revierleiter gegenüber der LVZ.

Delitzschs Polizeichef Klaus Kabelitz. Quelle: Ditmar Wohlgemuth

Zitiert wird „police chief“ Kabelitz in dem Text, der die Geschehnisse der vergangenen Tage zusammenfasst, mit den Worten: „Military air traffic controllers notified police that the helicopter went off the radar on Monday. We immediately were alarmed and started to search for the helicopter.” Übersetzt: Militär-Fluglotsen benachrichtigten die Polizei, dass der Hubschrauber am Montag vom Radar verschwunden sei. Wir waren sofort alarmiert und begannen nach dem Hubschrauber zu suchen.

Ersatzgetriebe eingetroffen

Der 18 Meter lange und 11 Tonnen schwere Transporthubschrauber, der einen Geländewagen geladen hatte, war am Montag in Bayern gestartet. Ziel war das Nato-Manöver „Saber Strike 18“ in Polen. Gegen Mittag hatte der Pilot über schwerwiegende technische Probleme berichtet und war auf dem Feld notgelandet. Am Donnerstagabend ist das Ersatzgetriebe in Delitzsch eingetroffen, informiert Cornelia Riedel, Pressesprecherin des Landeskommandos in Sachsen. Die Absicherung des Gebiets haben seit Freitagmorgen Kräfte der Unteroffiziersschule des Heeres Delitzsch übernommen.

Den kompletten Text mit dem Delitzscher Revierleiter finden Sie online unter: www.stripes.com.

Von Mathias Schönknecht / Frank Pfütze

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