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Delitzsch Delitzsch rechnet mit über 300 000 Euro Mehrkosten für Schulsanierung im Norden
Region Delitzsch Delitzsch rechnet mit über 300 000 Euro Mehrkosten für Schulsanierung im Norden
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14:02 28.04.2018
Wo früher die alte Turnhalle stand, ist nun eine leere Fläche. Hier soll künftig der Hof der Oberschule Nord entstehen. Quelle: Wolfgang Sens
Delitzsch

Die Sanierung und der Umbau der Oberschule Delitzsch Nord befinden sich in der entscheidenden Phase. Bis auf das Los Landschaftsbau zur Gestaltung der Außenanlagen sind alle Gewerke beauftragt. Nach aktuellem Baufortschritt könne die Einrichtung im Sommer wie geplant von ihrem Ausweichquartier Westschule zurück in den Kosebruchweg ziehen und im sanierten Gebäude das Unterrichtsjahr 2018/2019 beginnen, sagt Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Das ist die gute Nachricht. Die schlechte lautet, das gesamte Projekt wird teurer. Deshalb musste der Stadtrat eine überplanmäßige Auszahlung in Höhe von 325 000 Euro beschließen, was das Gremium einstimmig tat.

Zusätzliche Fördermittel beantragt

Von dieser Summe, so rechnet die Verwaltung, müsse die Stadt letztlich 120 000 Euro als Eigenmittel tragen, was das Stadtsäckel zulasse. Das bezeichnete SPD-Stadtrat Rüdiger Kleinke angesichts einer Gesamtinvestition in Höhe von 7,7 Millionen Euro als eine respektable Größe. Die restlichen 205 100 Euro hat die Stadt, begründet mit tatsächlichen Mehrkosten, als weitere Fördermittel beantragt. Wie Schöne im Stadtrat informierte, habe das sächsischen Innenministerium signalisiert, das ausreichend Rücklaufgelder zur Verfügung stünden. Dennoch muss die Stadt zunächst in Vorleistung gehen.

Steigende Baupreise und Nachforderungen

Begründet werden die Mehrkosten einerseits mit in den vergangenen Monaten deutlich gestiegenen Baupreisen. Wie Schöne erklärt, sei es bisher gelungen, dies weitgehend mit Einsparungen bei anderen Gewerken zu kompensieren. Bei den abschließenden Bauabschnitten käme es nun aber vermehrt bei der detaillierten Umsetzung von bestimmten Aufgaben zu Nachträgen. Störungen im Bauverlauf zu einem frühen Zeitpunkt, weil es mit einer Firma Probleme gab, nennt Schöne als einen weiteren Grund. Das zog nach sich, dass auch die Folgegewerke in Schwierigkeiten gerieten, was Verzug und zusätzliche Kosten verursachte.

„Letztlich steht zu erwarten, dass das letzte noch zu vergebende Los, die Landschaftsbauarbeiten, aller Voraussicht nach rund 175 000 Euro über der Kostenschätzung liegen werde“, so der Baubürgermeister weiter. Weil noch ein Nachprüfungsvergabeverfahren laufe, würde die Außenanlage voraussichtlich nicht bis zum Schuljahresbeginn fertig.

Von Thomas Steingen

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