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Delitzsch Delitzsch schreibt Schadensbeseitigung im städtischen Wald bei Spröda aus
Region Delitzsch Delitzsch schreibt Schadensbeseitigung im städtischen Wald bei Spröda aus
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13:42 21.02.2018
Holzstämme wie diese sind nach dem Sturm Friederike in Delitzsch noch überall gegenwärtig. Mit der Entsorgung hat die Stadt Firmen beauftragt. Illegales Entnehmen ist verboten. Quelle: Christine Jacob
Delitzsch

Überall im städtischen Grün sind die Folgen des Orkans Friederike, der am 19. Januar über Nordsachsen gezogen ist, noch zu sehen. Obwohl die Loberstadt insgesamt recht glimpflich davongekommen und vor größeren Schäden an öffentlichen Gebäuden verschont geblieben ist, steht noch eine Menge Arbeit bevor, bis alle umgestürzten Bäume und heruntergefallenen Äste beseitigt sind. Klar ist auch, dass eine Menge Geld dafür fließen wird.

Vier Wochen nach dem Sturm herrscht Klarheit über das ganze Ausmaß an Schäden an Gehölzen im Stadtgebiet und den Ortsteilen. „Dabei sind die Schäden differenziert zu betrachten“, sagt Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos). Denn an manchen Stellen sind sie gravierender als bisher erklärt. Hier spricht er vor allem von den Waldflächen, die sich im Stadtgebiet befinden. Laut einem vom Staatsbetrieb Sachsenforst erarbeiteten Betriebsgutachten für den Wald der Stadt Delitzsch ist die Loberstadt Eigentümer von 21,5 Hektar Waldfläche. Der Stadtwald zwischen Beerendorfer und Dübener Straße gehört übrigens nicht dazu. „Dieser heißt zwar Stadtwald, ist aber in Privatbesitz, ebenso wie das Waldgebiet Spröde bei Beerendorf-Ost/Spröda/Brinnis“, erklärt Stadtplaner Karl-Heinz Koch.

600 Kubikmeter Bruchholz

Bei den städtischen Waldgebieten handelt es sich vorwiegend um Splitterflächen mit einer Größe von 1000 bis 3000 Quadratmetern. Sie befinden sich auf den Gemarkungen von Beerendorf, Benndorf, Döbernitz, Laue, Schenkenberg, Selben und Delitzsch. Mit knapp 13 Hektar ist das Waldstück südlich der Bundesstraße 183 a und östlich des Asylbewerberheimes bei Spröda die größte kommunale Waldfläche Delitzschs.

Diesem Delitzscher Forst hat Sturmtief Friederike besonders arg zugesetzt. „Nach einer Schätzung der Revierförsterin liegen dort zirka 600 Kubikmeter Holz im kommunalen Eigentum am Boden“, berichtet Bürgermeister Schöne. Dies zu beseitigen übersteige die Kapazitäten der Servicegesellschaft Delitzsch. Deshalb bereitet die Stadtverwaltung eine Ausschreibung für die Beräumung dieses Waldgebietes vor. Die dann beauftragten Firmen sollen das Holz aufarbeiten, abkaufen und weiter verwerten.

Die Schäden in der Stadt selbst hat die Stadt auf Anfrage ebenfalls mit einige Zahlen untersetzt. So habe deren Höhe an der Schlosspromenade eine fünfstellige Summe erreicht. Wie Schöne betont, flossen dabei Mittel neben der Gefahrenabwehr auch in die Prävention, indem alle Bäume von Totholz und Bruchästen befreit worden sind.

Unerlaubte Holzentnahme

Im Stadtpark belaufen sich die Ausgaben für die Beräumung von Bruchholz und umgestürzten Bäumen auf 6500 Euro. In diesem Zusammenhang weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass das Entnehmen von Holz im Stadtpark und

Zwei Mitarbeiter der Firma GrünBau aus Leipzig verschneiden und beseitigen kranke und bei Unwettern beschädigte Bäume im Stadtpark. Quelle: Alexander Prautzsch

von anderen städtischen Flächen verboten und eine Straftat ist. Als Ordnungswidrigkeit gilt zudem das Befahren der Parkwege und Schlosspromenade mit Kraftfahrzeugen. Zwischenzeitlich laufen im Stadtpark wieder normale Unterhaltungs- und Pflegearbeiten. Inbegriffen ist auch der Mühlgraben, den die Stadt von einer Firma von Unrat befreien lässt. An der Wallgrabenpromenade sind kaum Schäden entstanden. Laut Schöne zahlen sich hier die in den vergangenen Jahren getätigten Pflegearbeiten aus.

Von Thomas Steingen

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