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Delitzsch setzt auf die Türme - auch ohne Preisgeld

Delitzsch setzt auf die Türme - auch ohne Preisgeld

Vom verpassten Sieg beim Landeswettbewerb "Ab in die Mitte" lassen sich die Projektmacher nicht entmutigen. Die Idee eines virtuellen Pfades der Türme als ganzjähriges Erlebnis steht weiter im Raum.

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Dabei sein zählt: Ricarda Steinbach und Stefan Adam erhielten eine Urkunde, gestaltet von Künstler Michael Fischer-Art.

Quelle: Kay Würker

Delitzsch. "Ohne Preisgeld wird es zwar länger dauern, das Vorhaben umzusetzen, aber wir sind auf der richtigen Spur", sagte Wirtschaftsförderin Ricarda Steinbach.

Wie berichtet, konnte sich Delitzsch bei der Wettbewerbsjury nicht durchsetzen. Die Loberstadt hatte sich mit dem Projekt "Unter den Türmen der Stadt" beworben, trat gegen 21 weitere Teilnehmer aus ganz Sachsen an. Der jährlich stattfindende Landesausscheid "Ab in die Mitte" stand diesmal unter dem Motto "Einkaufserlebnis Innenstadt". Der Erstplatzierte, die Stadt Annaberg-Buchholz, punktete mit Plänen für eine saisonal beziehungsweise stationär überdachte Einkaufsstraße, um den Schaufensterbummel witterungsunabhängiger zu gestalten. Rang zwei wurde doppelt vergeben: an Zittau für die avisierte Wiederbelebung einer Brache im Stadtzentrum sowie an Werdau, das Einkaufswillige entlang historischer Stätten der Textilindustrie führen will. Auch die Drittplatzierten haben Führungsanspruch - mit einer Smartphone-App, kombiniert mit klassischen Infostellen.

Das Lotsen von Touristen, so viel wurde bei der Preisverleihung am Montagabend deutlich, ist ein bewährtes Prinzip zur Geschäftsbelebung in Innenstädten. Es unterscheidet sich lediglich in der Ausgestaltung. "Mit dem Pfad der Türme wollen wir auf vorhandene Stärken aufbauen", sagte Wirtschaftsförderin Steinbach. Die Marke "Stadt der Türme" soll weiterentwickelt und nach außen getragen werden. Im Fokus stehen - wenngleich Delitzsch noch einige Türme mehr hat - die vier Haupt-Höhe-Punkte, die sich auch auf diversen Logos und Silhouetten-Darstellungen wiederfinden: die Erhebungen von Schloss und Stadtkirche sowie die Wehranlagen Breiter und Hallescher Turm. Seit einigen Wochen prangt die Turmkulisse auf zwei touristischen Hinweisschildern an der Autobahn 14. Die Veranstaltung "Nacht der Türme" gibt es schon länger: Jährlich am ersten Freitag im März steht sie im Kalender. Das Wettbewerbskonzept sieht weitere Beschilderungen vor. Ein optisches Leitsystem durch die Innenstadt, akustisch unterstützt über einen Audioguide. Der multimediale Pfad der Türme soll Besucher sowohl zu mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten als auch zu Händlern, Dienstleistern und Gastronomen leiten.

Die Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung und Gewerbetreibenden ist insofern entscheidend. Auch der Wettbewerbsbeitrag entstand auf diese Weise, in Kooperation von Wirtschaftsförderung, Werbegemeinschaft und Behindertenzentrum. Die Händler der Innenstadt, so die Idee, nutzen die Turmkulisse zur Produktion von Delitzsch-spezifischen Produkten und integrieren die Türme in ihre Schaufenster als wiederkehrende Optik. "So wird der Pfad der Türme ganzjährig erlebbar", erklärte Ricarda Steinbach.

Haushaltwaren-Fachmann Stefan Adam hat bereits vorgelegt: Seit dieser Woche bietet er Porzellan-Teelichte mit heimelig leuchtender Stadt-Silhouette an. In der Goldschmiede Schmelzer wurde ein Silberring mit der Aufschrift "Meine Stadt Delitzsch" kreiert, zudem gibt es dort Glasperlenketten für Hals und Arm in den Stadtfarben. Darüber hinaus finden sich in anderen Geschäften viele weitere Produkte mit Delitzsch-Bezug, zum Beispiel die Turmmodelle aus der Behindertenwerkstatt.

"Wir brauchen die vielen kleinen Ideen, um die Innenstädte aufzuwerten", betonte zum "Ab-in-die-Mitte"-Finale Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP). "Auch wenn kein Preis gewonnen wurde, ist es entscheidend, die Ideen umzusetzen." In maßvollen Schritten soll das nun in Delitzsch passieren.

© Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.10.2014
Kay Würker

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