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Delitzsch Delitzsch stellt sein Stadtentwicklungskonzept zur Diskussion
Region Delitzsch Delitzsch stellt sein Stadtentwicklungskonzept zur Diskussion
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08:00 10.01.2019
Beim Gesprächsdialog zum Integrierten Stadtentwicklungskonzept konnten Bürger ihre Hinweise und Anregungen direkt an Katrin Große (links) und Sascha Dunger richten. Quelle: Mathias Schönknecht
Delitzsch

Delitzsch treibt die Frage, wie die Stadt über das Jahr 2030 hinaus aussehen soll, weiter voran. Seit November 2017 arbeitet sie zusammen mit einem externen Partner, der Deutschen Stadt- und Grundstücksgesellschaft (DSK), an der Fortschreibung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (Insek). Seither führten beide eine Bürgerbefragung im Internet durch, ließen Erfurter Stadt- und Raumplanungs-Studierende verschiedene Zukunftsszenarien erstellen und analysierten im Anschluss sämtliche vorhandenen Daten. Daraus leitete die Stadt mit der DSK Stärken und Schwächen der Kernstadt und der einzelnen Ortsteile, notwendige Handlungsstrategien und mögliche Maßnahmen ab. Die Ergebnisse stellten beide nun vor und baten die Bürger in einem Gesprächsdialog erneut um Hinweise und Anregungen.

Warum ein Integriertes Stadtentwicklungskonzept?

Konzepte, wie beispielsweise das Leitbild, hat die Stadt in den vergangenen Jahren bereits beschlossen. Wozu also ein Stadtentwicklungskonzept? Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich ein für die Stadt notwendiges Handlungspapier, das Voraussetzung ist, um im Laufe der kommenden Jahre Fördergelder akquirieren zu können, erklärte DSK-Mitarbeiterin Katrin Große. Zudem spielten Suburbanisierungswellen, demografischer und struktureller Wandel eine Rolle. Ziel sei daher, die Inhalte des Papiers „so konkret wie nötig und so allgemein wie möglich zu halten“, sagte Große.

Um die Stellen auszuloten, an denen Handlungsbedarf bestehe, seien aber schon jetzt alle Delitzscher gefragt. Gemeinsam mit Stadt und DSK sollen Überschriften gefunden werden, unter denen alle vorstellbaren Maßnahmen der kommenden zehn Jahre passen und entwickelt werden könnten, ergänzte Bürgermeister Thorsten Schöne (parteilos).

Von Wirtschaft bis Freizeit

Für die festgelegten Teilbereiche Wirtschaft, Netze und Städtebau, Klima, Freizeit und Daseinsfürsorge erarbeitete die DSK anhand des Ist-Zustands mögliche Handlungsstrategien. Für den Städtebau müsse beispielsweise „sozialer und alternativer Wohnraum“ gefördert werden oder eine „sensible Nachverdichtung im Kernstadtbereich“ erfolgen. Im Bereich Wirtschaft müssen die „Attraktivität des Wirtschaftsstandortes“ gesteigert, die Gründerszene unterstützt oder die Grundfunktion des Marktplatzes erhalten werden. Letzteres könne nach Ansicht des DSK mit einer Umgestaltung des Marktplatzes erreicht werden. Dass die vorgestellten Punkte weiterhin verhandelbar sind, zeigte sich in der Wortmeldung einer Bürgerin, die anmerkte, den Marktplatz nicht separat sondern in Zusammenhang mit den angrenzenden Straßen zu betrachten. Ihr Hinweis soll nun in die Konzept-Endfassung eingebunden werden.

„Was bisher vorliege und präsentiert wurde, ist aber keinesfalls als Endstand, sondern lediglich als ein Arbeitsstand zu verstehen“, sagt Rathaussprecherin Nadine Fuchs. Zum Ende der laufenden Woche sollen die Ergebnisse auf der Internetpräsenz der Stadt für alle Bürger zur Verfügung gestellt werden. Wer nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte, habe so die Gelegenheit, seine Vorschläge einzubringen.

Von Mathias Schönknecht

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