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Delitzsch Delitzsch steuert auf Frühlings- und Genussmarkt zu
Region Delitzsch Delitzsch steuert auf Frühlings- und Genussmarkt zu
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21:41 18.03.2018
Christian Maurer ist oft mit dem Streckenmessrad unterwegs, damit am Ende alles passt. Quelle: Wolfgang Sens
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DELITZSCH

Es rattert übers Pflaster und zählt unablässig Zentimeter um Zentimeter, Meter um Meter. Christian Maurer, Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung im Delitzscher Rathaus, schiebt nie eine ruhige Kugel und jetzt meist ein Streckenmessrad. Er rollt den Markt entlang, notiert, verschiebt auf seiner ausgedruckten Karte bunte Rechtecke, die für die Marktstände stehen. Christian Maurer ist da Perfektionist. Alles muss seinen Platz haben, jeder Stand soll perfekten Stand zum zweiten Delitzscher Frühlings- und Genussmarkt haben.

Gelungene Premiere

Immerhin gilt es, einer gelungenen und bei Hunderten Gästen beliebten Premiere aus dem Vorjahr gerecht zu werden. 2016 fand der erste Genussmarkt auf dem Roßplatz statt. In knapp vier Wochen, am 6. und 7. Mai, ist er auf dem Markt zu finden – nicht als ein „Frischemarkt“ normaler Wochentage, sondern als speziell konzipiertes und herausgehobenes Angebot für die Region. „Mir ist wichtig, nur Händler zu holen, bei denen Qualität dahinter steckt“, betont Christian Maurer, „es soll aber nicht elitär werden, sondern eine schöne und qualitätsvolle Veranstaltung für die ganze Familie.“ 67 Händler plus die Verkäufer einer italienischen Genussstrecke, am Ende 75 Händler, konnten Christian Maurer und Wirtschaftsförderer Alexander Lorenz für die zweite Auflage verpflichten. An die Händlerzahl noch eine Null gehängt und man hat den Mail- und Telefonaufwand, den Christian Maurer in den vergangenen Monaten betrieben hat. Vielleicht war es auch noch mehr. Die Vorbereitungen laufen im Prinzip schon seit der Premiere im Mai 2016. Wann immer Maurer auf Veranstaltungen und Märkten war, hat er die Augen offen gehalten nach neuen Möglichkeiten, Freunde und Familie wurden verpflichtet, ebenfalls Visitenkarten potenzieller Händler zu sammeln. Nach dem Adventsmarkt ging es in die akute Vorbereitung. „Die meisten Händler machen bis zum Februar ihre Jahresplanung“, schildert der 40-Jährige. Man muss schnell und überzeugend sein, um sie in die Kleinstadt zu holen.

Zentimetergenaue Planungen

Vor wenigen Wochen begannen nun die Planungen, wer wo stehen soll und die Rollerei mit dem Messrad. Vertiefungen im Pflaster des Markts sind zu beachten. Und Sonderwünsche der Händler. Die Italiener brauchen insgesamt 60 Meter Platz für ihre Waren – gerade ist Christian Maurer nochmal mit dem Streckenmessrad los, in einer ersten Version hatte er einen Poller an der Marktecke hin zur Pfortenstraße nicht bedacht. Andere Händler wiederum – zum Beispiel der mit der Naturseife und -kosmetik und natürlich der mit der handgeschöpften Schokolade – sollten nicht in der prallen Sonne stehen, damit die Ware nicht schmierig wird. Zu Gaumenfreuden von Antipasti über Bisonbratwurst, Holzofenbrot und Bauernhof-Eis bis zu Pale Ale-Bier kommen eine Animations- und Mitmach-Schmiede, ein Holzspielmobil, Kunsthandwerk, Pflanzen, Straßenmusik ... Maurer misst, schiebt und plant ohne Unterlass.

Markt soll Delitzsch beliebt machen

In diesen Tagen beginnt die Werbeoffensive. „Wir wollen mit dem Markt bewusst auch Publikum von außerhalb anlocken“, sagt der Organisator. Der Frühlings- und Genussmarkt soll einen Werbeeffekt für die Stadt bringen. Vier Busunternehmen haben sich bereits mit überregionalen Gästen angekündigt. 25 000 Flyer werden im Umkreis von rund 50 Kilometern verteilt, 300 Plakate in umliegenden Gemeinden aufgehängt. Der Markt an sich refinanziert sich durch die Standgebühren und Sponsoren, einzig Anzeigen werden noch etwas Geld kosten.

Von Christine Jacob

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