Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzsch tut viel für Senioren
Region Delitzsch Delitzsch tut viel für Senioren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:00 16.12.2017
So wünschen sich das ältere Menschen: ein Einkaufsmarkt, fußläufig erreichbar und eine Haltestelle vor der Tür. Quelle: Christine Jacob
Anzeige
Delitzsch

Älter werden wir alle. Mehr als 6000 der knapp 25 000 Einwohner der Stadt Delitzsch sind nach den aktuellen Daten des Statistischen Landesamtes älter als 65 Jahre, mehr als die Hälfte von ihnen ist dabei älter als 75 Jahre. Im Alter hat man besondere Bedürfnisse. Doch wird die Stadt denen gerecht? Die LVZ hat im Stadt-Check nachgehakt.

Begegnungsstätten sind wichtig

„Senioren wissen am besten, wo etwas fehlt und was“, sagt Rotraut Sawatzki, Vorstandsmitglied der Landesseniorenvertretung für Sachsen. Dort hat man eine Liste zum Themenkomplex der seniorengerechten Wohnumfeldgestaltung erarbeitet. Die Indikatoren wurden zusammen mit Besuchern von Seniorenbegegnungsstätten erarbeitet. Es geht um Fragen wie ausreichend breite Fußwege, öffentliche Toiletten, Begegnungsstätten, vor allem fußläufig erreichbare Einkaufs- und Versorgungsmöglichkeiten, Arztpraxen und mehr. 52 Prozent der deutschen Senioren ist zum Beispiel die Erreichbarkeit von Arzt und Pflegediensten sehr wichtig. 51 Prozent erachten die gute Verkehrsanbindung als sehr wichtig. Aber auch Kultur- und Bildungsangebote schätzen viele.

Liste weitgehend erfüllt

Die Checkliste ist die LVZ mit zehn Senioren in der Altersspanne von 67 bis 96 durchgegangen. Schnell wird deutlich, dass in dieser Altersklasse – bedingt vielleicht durch die Erfahrungen der gesamtdeutschen Historie – eines nicht so weit verbreitet ist: das Meckern. Während gerade Jüngere vor allem im Internet mit negativen Haltungen auffallen und gerne zu meckern scheinen, sind die befragten Senioren im Großen und Ganzen recht zufrieden. Die Stadt Delitzsch insgesamt biete ihren älteren Einwohnern schon viel, so der Tenor. Und das, was nicht so gut sei, sei objektiv wahrnehmbar nun einmal auch nicht zu ändern. So ärgert sich eine 85-Jährige, dass gerade in der Altstadt die Gehwege einerseits eben nicht ausreichend breit und zudem der Belag sehr buckelig sei. Ein Thema, das auch unter Rollstuhlfahrern immer wieder für Kritik sorgt. „Aber die Stadt ist nun mal ganz alt, da hat man ja nicht so wie heute gebaut“, verteidigt die einstige Lehrerin. Mit den ebener gepflasterten Querungshilfen wie es sie zum Beispiel am Altenheim am Pfortenplatz und anderen Stellen gibt habe die Stadtverwaltung schon einiges getan, lobt sie. Auch, dass mehr und mehr Haltestellen barrierefrei ausgestattet werden, wird als Schritt in die richtige Richtung verstanden. Weitgehend zufrieden sind die Befragten auch mit dem Angebot an Begegnungsstätten. Fast jeder Stadtteil biete einen Treff, nur im Delitzscher Osten sei mehr wünschenswert.

Kritik für Sparkassen-Schließungen

Als äußerst unschön dagegen wird empfunden, dass Angebote wie Post und Bank immer weiter ausgedünnt werden. So schließen auch in Delitzsch Sparkassen-Standorte zum Jahresende und das sei „eine Katastrophe“, so ein 91-Jähriger.

Auf der Homepage der Stadt www.delitzsch.de sind Senioren-Angebote verzeichnet, auch einen 33 Seiten starken Seniorenwegweiser gibt es online sowie gedruckt im Rathaus. Da allerdings, so die Senioren, wären Postsendungen wünschenswert – in ihrem Alter habe man es nicht so mit dem Internet und sei ja nicht immer gut zu Fuß.

Von Christine Jacob

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Delitzsch Pomade, Hüftschwung, Rock ’n’ Roll - Podelwitzer Antikschreiner auf Elvis Presleys Spuren

Ein besonderes Hobby pflegt Jens Lange. Im Alltag ist er Antikschreiner mit eigener Werkstatt in Podelwitz, in der Freizeit lässt er die gute alte Zeit von Pomade und Petticoat wieder auferstehen.

19.12.2017

Maximilian (16 Jahre) und Hendrik (11) sind Brüder. Die beiden Delitzscher Jungs teilen ein schweres Schicksal. Sie haben in ihrem noch so jungen Leben bereits mit schweren Krebskrankheiten gekämpft. Die LVZ möchte die Jungs mit Mutter und Vater gern mit Ihrer Unterstützung in den Urlaub schicken. 5600,09 Euro sind dafür bereits gespendet.

15.12.2017

Bislang mussten sich Notaufnahmen auch mit nicht lebensbedrohlichen Beschwerden befassen. Künftig sollen Bereitschaftspraxen diese Patienten übernehmen. Nordsachsen wird Mitte 2018 zur Pilotregion. Eine erste Bereitschaftspraxis wird in Delitzsch entstehen. Erste Ergebnisse einer Bereitschaftsklinik in Niesky liegen vor.

18.12.2017
Anzeige