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Delitzsch überarbeitet seinen Fahrplan für die Zukunft

Stadtratbeschluss Delitzsch überarbeitet seinen Fahrplan für die Zukunft

Die Stadt Delitzsch bekommt einen modifizierten Fahrplan für die Zukunft: Das Leitbild wird überarbeitet. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen. In den gesamten Prozess der Überarbeitung sollen auch die Bürger eingebunden werden und auf der Grundlage des bisherigen Papiers „Delitzsch 2015 – Stadt im Wandel“ eine neue Agenda für die Zukunft entstehen.

Delitzsch bleibt in der Spur – wie genau, das soll im neuen Leitbild der Stadt Thema sein.

Quelle: Alexander Bley

Delitzsch. Einstimmig hat der Stadtrat am Donnerstagabend beschlossen, dass das Leitbild der Stadt fortgeschrieben wird. Bis zum Zeitraum 2030 will man mit dem neuen Leitbild denken. Doch nicht nur die Politiker selbst sollen am neuen Fahrplan für die Zukunft mitschreiben, auch Bürger und Vereine will Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) in den umfassenden Prozess involvieren. Bis Jahresende, so der OBM, werde es vermutlich bis zum neuen Leitbild dauern, „dieser Prozess wird uns das ganze Jahr begleiten“ – eine Menge Arbeit liegt vor Delitzsch.

Manfred Wilde sieht das Leitbild als Chefsache

Manfred Wilde sieht das Leitbild als Chefsache.

Quelle: Wolfgang Sens

Nicht nur was die Jahreszahl betrifft, ist „Delitzsch 2015 – Stadt im Wandel“ schließlich an manchen Stellen überholt. Ein gemischtes Fazit zog der Oberbürgermeister erst im Dezember gegenüber der LVZ selbst zu jenem Fahrplan, den er selbst vor zehn Jahren mal erstellt hat. Das Leitbild hat der amtierende Oberbürgermeister 2006 als damaliger Leiter des Arbeitskreises Stadtmarketing mit aus der Taufe gehoben. Das nach mehreren kleineren Überarbeitungen, zuletzt 2012, auf acht Seiten angewachsene Leitbild soll roter Faden für die Entscheidungen von Stadtrat und Verwaltung sein, umfasst acht Punkte wie „Standortentwicklung und Wirtschaft“, „Stadtentwicklung, Verkehr und Infrastruktur“, „Bildung, Sport und Soziales“, „Wohnen und Lebensqualität“, „Kultur, Freizeit und Tourismus“, „Verwaltung“, „Image und Kommunikation“ sowie „Energie und Klima“. Das Leitbild soll auch als Bewertungs- und Überprüfungsmaßstab für die Arbeit von Verwaltung und Politik gelten, immer wieder das Raster vorgeben, wohin die Reise gehen soll. In einigen Punkten hat die Stadt keines der bisher gefassten Ziele wahr machen können. So gibt es entgegen dem derzeit noch auf der Homepage abrufbaren Leitbild bekanntlich keinen Wassersport am Werbeliner See, auch die Belebung des Marktplatzes wird kritisch gesehen.

Breite Beteiligung der Bürger

Mit Arbeitskreisen, der Thematisierung in den Ausschüssen und dem Stadtrat, vor allem aber einer breiten Bürgerbeteiligung will Wilde zum überarbeiteten Fahrplan kommen. „Wir wollen Bürger und Vereine einbinden, die freien Träger und die Kirchen, die Werbegemeinschaft und eine breite Öffentlichkeit erreichen“, betonte Wilde auf Nachfrage im Stadtrat.

Das Leitbild betrachtet er grundsätzlich als Chefsache. Für die „Verfahrensdurchführung“, so der OBM, werde das Referat Wirtschaftsförderung verantwortlich zeichnen. Ricarda Steinbach soll den Prozess federführend begleiten und moderieren. Ansonsten greift die Amtsleiterebene, wie Wilde erklärte. Geht es um baurechtliche Aspekte, kommt das Bauamt ins Spiel, geht es um Themen wie Kultur und Soziales entsprechend das Kultur- und Schulamt der Stadt. Breit aufgestellt wie das Vorgängermodell soll das fortgeschriebene Leitbild so werden. In den Ausschüssen und Arbeitsgruppen wird vorberaten.

Aus den Fraktionen des Stadtrats kam zudem der Vorschlag, schon vor den ersten Beratungen in Ausschüssen deren Mitglieder zu involvieren und nicht erst, wenn die ersten Dinge und Gedanken schon erledigt sind. „Die einzelnen Fraktionen sollten ihre Gedanken dazu auch sammeln“, regte Annelise Podsadny (Die Linke) an. Mitglieder aus den Fraktionen sollten schon in die ersten Arbeitsphasen eingebunden sein, ergänzte Uwe Bernhardt (Freie Wählergemeinschaft).

Von Christine Jacob

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Delitzsch
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