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Delitzsch Delitzsch verleiht Bürgerpreis
Region Delitzsch Delitzsch verleiht Bürgerpreis
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13:23 14.09.2017
Christel Moltrecht, Ronny Mühlner und Christine Adam (von links) haben gewonnen. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Die Gewinner des Delitzscher Bürgerpreises 2017 stehen fest: Christine Adam, Christel Moltrecht und Ronny Mühlner haben am Mittwochabend im Rahmen einer würdigen Feier die Auszeichnung im Delitzscher Bürgerhaus erhalten.

Tränen, Überraschung, völlige Verdutztheit, große Worte, mit dem Auftritt der Nordlichter eine Portion Unterhaltung ... Die Bürgerpreisverleihung der Stadt Delitzsch im Bürgerhaus am Mittwochabend stand großen Preisverleihungen wie sie Filmschaffende so gerne feiern in nichts nach. Drei Menschen wurden am Mittwoch für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement mit dem mit jeweils 500 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. So richtig glauben konnten sie es alle nicht.

Engagement für Delitzscher Ortsteil

Christine Adam, die erste Preisträgerin des Abends, blieb erstmal sitzen. Sie wird für ihr Engagement im Bereich Soziales geehrt, weil sie sich im Ortsteil Selben – unter anderem – dafür einsetzt, dass Senioren einen festen Treffpunkt haben, das Bürgerhaus Selben in Schuss hält oder als Ortschaftsrätin Politik für die Bürger macht. Gerade hatte Heike Haase, Fraktionsvorsitzende der Linken im Delitzscher Stadtrat, sie in ihrer Laudatio als eine Institution bezeichnet, da stockte der 78 Jahre alten Geehrten schlicht der Atem so perplex war sie, eine der drei ausgezeichneten Persönlichkeiten zu sein. „Ich bin sehr überrascht“, sagte sie, „vor allem, dass es mir in meinem Alter noch zugute kommt.“

Damit Delitzsch grün bleibt

Das Alter spielt, man mag es kaum glauben, inzwischen auch für Diplom-Biologin Christel Moltrecht eine Rolle. „Ich mache das mit vollem Herzen und solange meine Kraft noch reicht, werde ich mich einsetzen“, sagte die 81-Jährige. Genau wie bei Christine Adam ist auch das Engagement der Preisträgerin im Bereich Kultur ziemlich umfassend. Ob sie nun mit ihren Vogelstimmenwanderungen Verständnis für Flora und Fauna weckt, Wochen auf Vogelzählungen verwendet oder für das Jahrbuch Geschichte dokumentiert – Christel Moltrecht leistet und hat viel für die Stadt geleistet. Der Wissenschaftlerin ist es unter anderem zu verdanken, dass es überhaupt das Schulze-Delitzsch-Haus gibt. „Es ist wunderbar und wichtig, dass es Menschen wie sie gibt“, lobte SPD-Stadtrat Steffen Penndorf in seiner Rede.

Kampferprobter Delitzscher

Nicht minder überrascht auch der Preisträger in der Kategorie Sport: Ronny Mühlner zückte auf der Bühne ein Taschentuch, um sich die Tränen der Rührung abzutupfen. Seit 1991 ist der Polizeibeamte bei den Korean Tigers in Delitzsch, hat vielen schon die Kunst des Taekwondo vermittelt und ist seit elf Jahren Vorstand des Vereins. Man erlebe keinen Tag, an dem er nicht mit vollem Herzen dabei sei, schilderte CDU-Stadtrat Jörg Kiesewetter bevor er den 39-Jährigen auf die Bühne holte. „Es macht mich stolz, diesen Preis entgegen nehmen zu dürfen“, freute sich der Geehrte.

Lob vom Stadtchef

„Vielen Ehrenamtlichen ist vielleicht gar nicht bewusst, was sie leisten, weil es schon ein Stück Alltag für sie ist“, lobte Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) die Arbeit, die Hunderte leisten. Die drei jetzt gewürdigten Preisträger wurden unter 13 Nominierten in einer Jurysitzung ausgewählt. Zur Jury zählen die Vorsitzenden der Stadtratsfaktion beziehungsweise ihrer Stellvertreter und der Delitzscher Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Der Bürgerpreis der Stadt wird seit 2009 für herausragende ehrenamtliche Arbeit vergeben, seit 2013 nur noch alle zwei Jahre und mit jeweils 500 Euro dotiert. Zur Preisverleihung erschienen einige der geladenen Gäste nicht, auch einer der Nominierten kam nicht zur Verleihung.

Von Christine Jacob

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