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Delitzsch Delitzsch will Entscheidungsfindung für Artur-Becker-Schule transparent gestalten
Region Delitzsch Delitzsch will Entscheidungsfindung für Artur-Becker-Schule transparent gestalten
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00:16 25.04.2017
Die Artur-Becker-Oberschule in Delitzsch besuchen derzeit rund 490 Schüler. Quelle: Thomas Steingen
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Delitzsch

In den zurückliegenden Jahren hat die Stadt Delitzsch viel Geld in die Modernisierung und Sanierung von Schulen und Kindereinrichtungen gesteckt. Derzeit läuft im Norden der Stadt der Umbau und die Sanierung der dortigen Oberschule. Erst jüngst hat der Technische Ausschuss des Stadtrates für Malerarbeiten, Innentüren und WC-Trennwände Aufträge in Höhe von rund 302 000 Euro vergeben. Die Artur-Becker-Oberschule im Osten der Stadt ist damit die letzte Bildungsstätte für die eine Generalüberholung noch aussteht. Wie schon vor der Sanierung der Oberschule Nord wird dabei zu klären sein, was die beste Variante für so ein großes Investitionsvorhaben ist. Und obwohl derzeit noch nichts spruchreif ist, wird derzeit viel über die Zukunft der Becker-Schule diskutiert, was auch die Gerüchteküche anheizt. Von Abriss und Neubau auf freiem Feld ist dabei genauso die Rede wie von der Entwicklung eines Eigenheimareals dort, wo sich heute Schulgebäude und die Artur-Becker-Halle befinden.

Keine Entscheidung vor 2019

An derartigen Spekulationen will sich Oberbürgermeister Manfred Wilde nicht beteiligen, denn vor 2019 könne die Becker-Schule nicht angefasst werden. Zunächst stehen die Oberschule Nord, der Hortneubau an der Grundschule Ost und der Umbau der ehemaligen Westschule zum Hort im Vordergrund. Allerdings, so Wilde, „sollten wir das Thema Artur-Becker-Schule aktiv angehen und uns langfristig mit Planspielen und Variantenvergleichen beschäftigen“, dass mit dieser Schule nach Abschluss der anderen Vorhaben etwas passieren muss, darüber herrscht in Verwaltung und Stadtrat Einigkeit. „Dieser Prozess soll transparent und gemeinsam mit Lehrern und Schülern diskutiert werden“, so Wilde weiter.

Bereits absehbar ist eine Entscheidung, die entweder eine Sanierung oder einen Schulneubau favorisiert. Wobei bei einem Neubau abzuwägen ist, ob dieser am selben Standort oder an einem anderen Ort erfolgen soll. Wie Wilde erklärt, sei die Entwicklung der Schülerzahlen und der sich daraus ableitende Platzbedarf ein wichtiges Entscheidungskriterium. Genauso wie die Frage, welche Fördermittel zur Verfügung stehen. Letztlich gilt es abzuwägen, was ist am wirtschaftlichsten und am sinnvollsten.

Die Stadtratsfraktionen behandeln das Thema unterschiedlich. Für seine Fraktion habe bisher noch kein Bedarf bestanden, sich intensiver mit der Becker-Schule zu beschäftigen. Eine Sanierung oder ein Neubau am jetzigen Standort sieht der CDU-Fraktionschef Mathias Plath wegen der hohen Schülerzahl skeptisch. Denn ein entsprechendes Ausweichquartier stünde nicht zur Verfügung.

Beste Lösung für die Kinder sollte der Ansatz sein

„Wir haben das Thema schon intern diskutiert. Bei steigenden Schülerzahlen kann ein Neubau durchaus sinnvoll sein“, sagt Uwe Bernhardt (Freie Wähler). Wobei ein Neubau auch eine Multifunktionshalle als Ersatz für die Becker-Halle beinhalten müsse. Den Standort hinter den Garagen in Delitzsch-Ost, wo ehemals ein neuer städtischen Friedhof vorgesehen war, hält er bezüglich der Verkehrsanbindung als geeignet. Für Rüdiger Kleinke, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender, sollte die beste Lösung für die Kinder der Ansatz sein. Er wünscht sich für die Entscheidungsfindung ein Verfahren mit einer Lenkungsgruppe aus Schülern, Lehrern, Eltern und Vertretern der Stadt. Und für Linken-Fraktionschefin Heike Haase ist es wichtig, sich jetzt Gedanken zu machen, damit bei den sich abzeichnenden steigenden Schülerzahlen auch künftig genügend Schulplätze in der Stadt vorhanden sind.

Von Thomas Steingen

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