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Delitzsch will Klimaschutz ausbauen

Beschlossene Sache Delitzsch will Klimaschutz ausbauen

Es soll Wege in eine energieeffiziente urbane Moderne weisen – die Stadt Delitzsch hat nun ein Handlungskonzept für mehr Energie- und Klimaschutz. Mehr als 130 Seiten umfasst es. Dabei kommt Kritik auf, dass das Papier vielleicht einfach nur geduldig und sonst nicht viel mehr sein soll.

Mehr als 2000 Sonnenstunden gibt es jährlich in der Loberstadt, am besten eingefangen von Photovoltaik.

Quelle: Wolfgang Sens

DELITZSCH. Weniger Treibhausgase, Wärme aus erneuerbaren Energien, geringe Betriebskosten. Das sind die Ziele des neuen Handlungskonzepts für den Ausbau des Energie- und Klimaschutzmanagements, das sich die Stadt Delitzsch nun per einstimmigem Stadtratsbeschluss auferlegt hat. Aber gesondertes Personal, so wie bis vor Kurzem Energieeffizienzmanager Tillman Bruns, hat sie ausschließlich dafür nicht. Vielleicht noch nicht ... Die Verwaltungsmitarbeiter, Mitarbeiter von Wohnungsgesellschaft und Stadtwerken würden nach Plan die Arbeit mitmachen. Von einem eigenen Klimaschutzbeauftragten im Rathaus ist noch keine Rede. Ein Punkt für herbe Kritik.

Aktuell keine gesonderte Stelle

Eine Stelle für einen gesonderten Klimaschutzmanager sei sinnvoll, so SPD-Fraktionsvize Rüdiger Kleinke – als Bundestagskandidat ist er noch diskussionswilliger als sonst. Er glaubt nicht recht daran, dass das Energieteam allein die Aufgaben bewältigt. „Ja, eine solche Stelle wäre sinnvoll“, heißt es auch von jenem Diplom-Geograph, der an dem Handlungskonzept mitgeschrieben hat. Vor allem: Fördermittel für solche Stellen gibt es, ausgelegt auf im Höchstfalle fünf Jahre und damit dem Projekt vergleichbar, das den Energieeffizienzmanager möglich machte. Man sei aber bei einer Stadtgröße von 25 000 Einwohnern noch nicht so weit, Personal einzustellen, argumentiert Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Man wolle ja nichts abbrechen lassen, sondern fortschreiben. Bei dem nun verabschiedeten energiepolitischen Arbeitsprogramm geht es aber auch um Aspekte wie Öffentlichkeitsarbeit, die Fortführung der Kampagne „Haus sanieren – profitieren“ und den Stromsparcheck. Dinge, um die sich bis vor wenigen Monaten federführend der Energieeffizienzmanager kümmerte. Der Manager und das Büro, wo zum Beispiel die Beratungen für Bau- und Sanierungswillige angeboten wurden, konnten zu 100 Prozent durch das Bundesforschungsministerium finanziert werden. In Reihen der SPD halten sich nun nach wie vor die Zweifel, dass das Niveau dieser Angebote hoch bleibt, wenn es mehr ein „nebenbei“ der sonstigen Arbeit in der Verwaltung wird. Man besteht darauf, dass die Stadt Statistiken zur Verfügung stellt, wie viele Beratungen und ähnliches nun im Laufe eines Jahres tatsächlich durchgeführt werden können. Wenn es so dringend sei, argumentiert dagegen Freie-Wähler-Chef Uwe Bernhardt hätte die SPD im Zuge der Haushaltsdiskussionen eine Stelle beantragen können.

Delitzsch hat Themen früh für sich entdeckt

Einen Vorwurf kann man der Stadt jedenfalls nicht machen – zu spät dran zu sein. Delitzsch hat die Themen Energie und Klima schon früh als wichtig erkannt, arbeitet seit gut einem Jahrzehnt daran. Nicht ohne Erfolg. Erfolg, der sich in Preisen und Auszeichnungen wie dem European Energy Award oder dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis auszahlt. Erfolg, der sich durch rechnerische Energieautarkie zeigt – es wird mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als verbraucht. OBM Manfred Wilde plädiert für eine Schritt-für-Schritt-Politik auch in den Fragen des Handlungskonzepts. Zahlreicher Service würden bereits existieren. Zunächst gehe es darum, das schon bestehende Energieteam aus Verwaltungsmitarbeitern neu aufzustellen, darin Vertreter zum Beispiel auch aus dem Abwasserzweckverband zu entsenden – und dann könne man vielleicht einen nächsten „Step“ überdenken.

Von Christine Jacob

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Landkreis: Nordsachsen

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