Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Delitzsch Delitzsch will kostenloses WLAN anbieten
Region Delitzsch Delitzsch will kostenloses WLAN anbieten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:00 20.08.2016
Kostenloses WLAN für alle, das wünschen sich viele Nutzer. Quelle: dpa
Anzeige
Delitzsch

Deutschland liegt in der Verbreitung von WLAN-Hotspots im internationalen Vergleich nur im Mittelfeld. Seit Juli ist jedoch ein Gesetz in Kraft, dass Anbietern von WLAN-Hotspots vor Rechtsverstöße der Nutzer schützt. Sie haften nicht mehr für Schäden. Die Stadt Delitzsch hat genau aus diesem Grund bislang noch keinen WLAN-Hotspot, will aber im kommenden Jahr gleich fünf dieser öffentlichen drahtlosen Internetzugriffspunkte schaffen. Der Zugang zum WLAN ist meist unverschlüsselt oder der Zugangscode wird einem großen Personenkreis bekannt gemacht. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage mitteilte, gibt es lediglich im Rathaus ein WLAN, das allerdings nur für die Mitarbeiter der Verwaltung und für die Stadträte freigegeben ist. Welche öffentlichen Gebäude 2017 einen Hotspot erhalten, ist noch nicht entschieden. „Die Installation wird, in Abhängigkeit der Bewilligung von Bundes- und Landesmittel, über das Landratsamt Nordsachen gefördert“, teilte Rathaussprecherin Nadine Fuchs mit. Für die anfallenden Betriebskosten müsse dann aber die Stadt aufkommen. Sie liegen nach Schätzungen im oberen vierstelligen Bereich. „Die Beteiligung von Partnern wird derzeit noch geprüft“, hieß es weiter.

Kein WLAN an Schulen vorgesehen

Für Schulen in Trägerschaft der Stadt Delitzsch ist WLAN grundsätzlich nicht vorgesehen. „Es gibt datenschutzrechtliche Gründe, die dagegen sprechen“, so Fuchs. Auch die Hausordnung der Schulen schließen eine Handynutzung aus. „Eine Ausnahme bildet derzeit das Interimsschulgebäude Nord“, erklärte die Rathaussprecherin. Die ehemalige West-Schule, das spätere Bildungs- und Informationszentrum, hat WLAN. Dies hänge aber mit der früheren Nutzung zusammen.

In der Grundschule Kyhna arbeitet man derweil mit beiden Netzwerken, dem drahtlosen (WLAN) und dem kabelgebundenen (LAN). Wie Hauptamtsleiterin Tanja Bonert auf Anfrage mitteilte, hatten sich beide System gleichermaßen bewährt, weil es die eigentlichen Computerkabinette in dem Sinn nicht mehr gebe. PC und Laptops kämen in nahezu allen Klassenräumen zum Einsatz. Wer Zugang zum Netz bekommt, das ist strikt geregelt. Auch der Anbau, der bis zum kommenden Jahr errichtet wird, soll kommunikationstechnisch auf dem neuesten Stand kommen.

Limitierter Zugang am Gymnasium

Im Ehrenberg-Gymnasium ist WLAN ebenso vorhanden. Auch dort wird der Zugang streng limitiert. Da die meisten Schüler ohne hin mit dem eigenen Smartphone ins Internet gehen, ist dort WLAN für sie offenbar ohne größere Bedeutung.

WLAN in Schulen birgt jedoch auch Risiken, wie Experten immer wieder feststellen. So soll es sich bei den eingesetzten WLAN-Routern meist um überdimensionierte Geräte handeln. Sie könnten die Klassenräume dauerhaft und mit großer Intensität bestrahlen. Es wird in diesen Fällen vor erhöhten Gesundheitsrisiken gewarnt. „Medienkompetenz bei den Schülern zu entwickeln, können man auch per Kabelanbindung der Endgeräte erreichen.

Von Ditmar Wohlgemuth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf der Bundesstraße 2, Ortsdurchfahrt Hohenossig, laufen die letzten Arbeiten. In der kommenden Woche sollen unter anderem noch die Markierungsarbeiten auf der Fahrbahn erfolgen. Klappt alles, soll spätestens am 29. August wieder der Verkehr fließen, so das Landesamt für Straßenbau und Verkehr.

19.08.2016

Mit einer Unterschriftensammlung machen sich Eltern für den Erhalt der Kindertagesstätte Regenbogen im Delitzscher Norden stark. Mehr als 1000 Namen stehen bereits auf der Unterstützerliste. Die Eltern nennen für ihre Aktion eine Reihe von Argumenten. Auch der Übergabetermin im Rathaus steht schon.

19.08.2016

Bis Ende 2018 hat der Abwasserzweckverband Unteres Leinetal noch Zeit, um sein Entwässerungskonzept umzusetzen. In diesen Tagen hat er mit der Ortserschließung von Brinnis begonnen, dessen Schmutzwasser künftig in der Kläranlage Hohenroda gereinigt werden soll. Dazu muss das Klärwerk erweitert und eine Leitung nach Hohenroda gebaut werden.

19.08.2016
Anzeige