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Delitzsch Delitzsch will weiter kraftvoll nach vorn
Region Delitzsch Delitzsch will weiter kraftvoll nach vorn
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16:45 16.02.2018
Rosenkönigin Franzisca Wakke, OBM Manfred Wilde und Türmerstochter Eileen van de Loo (von links) begrüßten die Gäste. Quelle: Wolfgang Sens
DELITZSCH

Der Saal voller Menschen. Der gut gelaunte Oberbürgermeister nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Bigband der Kreismusikschule sorgt für swingende Stimmung. Nach dem offiziellen Teil wird bis in die Nacht geredet. Kurzweil garantiert. Das war er, der Neujahrsempfang 2017 der Stadt Delitzsch. 250 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Vertreter von Verbänden, Bundeswehr, Feuerwehr und Polizei waren geladen, um auf das alte und voraus ins neue Jahr zu blicken. „Kraftvoll nach vorn!“, so lautete das Motto des Abends.

Wer kraftvoll nach vorn will, der sollte überzeugt von sich und seiner Arbeit sein. Und der sollte mögen, was er tut. Dieser Geist war spürbar an diesem Abend. Unter diesem Motto führte Kerstin Friedrich, Regionalverlagsleiterin dieser Zeitung, durch den Abend. „Glück liegt nicht darin, zu tun, was man mag – sondern zu mögen, was man tut“, zitierte sie den Schriftsteller J. M. Barrie und fragte den OBM nach seinem Glücksstatus. Er möge seinen Job, sagte er, auch wenn man sich das vielleicht nicht immer vorstellen könne. Und so schritt ein glücklicher oder mindestens zufriedener Stadtchef zur Tat der traditionellen Neujahrsansprache. Die Einleitung „So ein richtiges Konzept hab ich noch nicht“ machte vielleicht so manchem Gast mehr Redezeit-Angst als nötig. Der OBM zog Bilanz, ohne Umschweife, stolz und mit deutlichen Worten. So dankte er zum Beispiel Einsatzkräften wie der Feuerwehr und Bundeswehr oder auch der Polizei mit Worten wie „Polizisten, die für uns den Arsch hinhalten“ hätten den größten Respekt verdient.

Ein gutes Jahr für Delitzsch

Und hätte er sich voll und ganz darauf eingelassen, hätte Wilde auch im feinsten Jugendsprech weiter verfahren und „Läuft bei uns“ sagen können. 2016 war ein gutes Jahr für Delitzsch. Die Genossenschaftsidee ist als immaterielles Kulturerbe der Menschheit geadelt. Die Aufgabe sei es nun, zum Beispiel Touristen in die Stadt zu locken. In eine Stadt, die den Deutschen Nachhaltigkeitspreis gewonnen hat. Auch jenseits solcher Ehren läuft es: große Bauprojekte wie der Umbau der Oberschule Nord werden gestemmt, die Bitterfelder Straße ist komplett saniert. Und mit dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“ werden die nächsten großen Aufgaben, verbunden mit Wachstum, gemeistert. Keine schlechte Ausbeute für eine 25 000-Einwohner-Stadt. Eine Stadt, die wachsen soll. Die vor einigen Jahren gemachten Prognosen zur Geburtenentwicklung, in deren Folge sogar über Schulschließungen debattiert wurde, die könne man heute „in die Tonne kloppen“. In der Stadtverwaltung wird jetzt nach der Devise „Die größten Investitionen für die kleinsten Füße“ verfahren. Rund 75 Menschen monatlich ziehen in die Stadt, die Hälfte von ihnen sei unter 40. „In meiner Generation war das ja anders, aber das ist jetzt das klassische Alter, eine Familie zu bilden“, freute sich der OBM, dass vom Problem namens Geburtenknick in Delitzsch derzeit so überhaupt keine Rede sein kann. Im Gegenteil. Da tauchen Probleme auf, die vor Jahren keiner ahnen mochte – Kitas und Horte müssen erweitert werden, sogar einen Kita-Neubau schloss Wilde in seiner Rede nicht mehr aus. Und Bauplätze für Einfamilienhäuser würden in Delitzsch gehandelt wie Goldstaub. Es gelte daher, sich darum zu kümmern, dass die Stadt attraktiv für die Zukunft bleibt und sich um weiche Standortfaktoren zu kümmern. So soll in diesem Jahr eine Entscheidung zum Schwimmbad getroffen werden. Vieles müsse Schritt für Schritt passieren, schränkte der OBM ein. Kraftvoll nach vorn soll es aber trotzdem immer weiter gehen.

Von Christine Jacob

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