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Delitzsch Delitzsch wird ein großes Bauland
Region Delitzsch Delitzsch wird ein großes Bauland
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16:45 16.02.2018
Noch steht sie, die Stadtgärtnerei – im Frühjahr 2018 könnten hier schon Bagger ihres Amtes walten und neue Häuser entstehen. Quelle: Christine Jacob
DELITZSCH

Haus bauen, Kind zeugen, Baum pflanzen. Es ist aktuell die positive Entwicklung in Delitzsch mit stetig wachsender Bevölkerung, vielen Zuzügen und Geburtenprognosen, die nach oben zeigen. Bauland ist daher eines der wichtigsten Güter in der Stadt geworden. „Es wird gehandelt wie Goldstaub“, betont Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Dass Delitzsch ein attraktiver Wohnstandort sei, sei längst kein Geheimnis mehr. Die Stadt hat reagiert beziehungsweise tut es noch. Insgesamt werden bis 2018 100 neue Baugrundstücke entstehen.

Die Bewegung zeigt sich vorerst aber „nur“ in den Akten- und nicht in Form von Schuttbergen. In der Laueschen Straße, zwischen der Halleschen Straße und dem Kyhnaer Weg sowie am Stadtpark sind Bauareale ausgewiesen. „Es gibt einen Trend, in die Stadt zu ziehen und dabei auf einen hohen Grad an Individualisierung zu achten“, so Manfred Wilde. Das wiederum passt zur bewussten Entscheidung der Stadtverwaltung, die in Sachen Bevölkerung wachsende Stadt eben nicht übermäßig in der Fläche wachsen zu lassen. „Wir wollen vorhandene Infrasturkturen nutzen, Brachen neu beleben und ein Bauen, das zu sehr raus auf die grüne Wiese geht lieber vermeiden“, schildert der Oberbürgermeister. Lieber solle die Stadt in sich und nicht nach außen wachsen.

Erste Bauten nicht vor 2018

Aber erst der B-Plan, dann die Bewegung mit dem Bagger. Am Stadtpark auf dem Gelände der Alten Stadtgärtnerei räumt gerade die sich auflösende Regionale Initiative Delitzsch das Feld. Im Chronist-Lehmann-Weg könnten in Zukunft maximal elf Einzelhäuser auf 1000 bis 1500 Quadratmeter großen Grundstücken entstehen. „Wann genau dort gebaut wird, ist aber vom Verlauf der Trägerbeteiligung abhängig“, erinnert das Stadtoberhaupt. Realistisch und optimistisch gedacht sei nicht vor dem Frühjahr 2018 mit dem ersten Bau auf dem Areal zu rechnen, das Blick ins Grüne und exklusive Wohnlage verbindet. Im Falle des Karrees von Schkeuditzer Straße, Kyhnaer und Windmühlenweg ist ein Erschließungsvertrag geschlossen und der Bebauungsplan soll demnächst als Entwurf erscheinen. Auch für die Lauesche Straße soll es nicht mehr lange bis zum B-Plan sein.

Hinzu kommen weitere Bauten. Eine Reihenhaus-Anlage entsteht beispielsweise am Schützenplatz. Auch in den Ortsteilen werden Areale erweitert.

Von Christine Jacob

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