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Delitzsch Delitzsch zählt zu Deutschlands Besten - dank Energie und Radverkehr
Region Delitzsch Delitzsch zählt zu Deutschlands Besten - dank Energie und Radverkehr
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13:54 19.05.2015
Nahmen die Anerkennung in Düsseldorf entgegen: Thorsten Schöne, Manfred Wilde, Ricarda Steinbach und Tillman Bruns (von links). Quelle: Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis

1200 Gäste folgten der exklusiven Einladung ins Vier-Sterne-Hotel. Und eine Delitzscher Delegation mittendrin. Die Entsandten aus der nordsächsischen Kleinstadt standen weit oben auf der Gästeliste. Sie zählten zu denen, um die sich die ganze schillernde Veranstaltung drehte: Deutschlands Spitzenreiter in der Nachhaltigkeit.

Initiator des Großereignisses war die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, kommunalen Spitzenverbänden, Wirtschaftsvereinigungen sowie weiteren Organisationen und Forschungseinrichtungen. Die Auszeichnung geht seit 2008 an Akteure, die sich sowohl im ökologischen als auch im wirtschaftlichen und sozialen Sinne um Regeneration und Ressourcenschutz bemühen. Im Fokus stehen Unternehmen, Produkte, Forschung und Bau. Und seit 2012 auch Kommunen. 65 Städte und Gemeinden hatten ihre Bewerbungen eingereicht. Dabei ging es diesmal noch einen Zacken härter zu als in den Jahren zuvor, weil Bewerbungen mit einzelnen "Leuchttürmen" und Projekten in diesem Jahr nicht möglich waren. Die Gesamtheit aller relevanten Bereiche einer nachhaltigen Stadtentwicklung war gefordert.

Bis zum Wochenende blieb es spannend, erst im Hotelsaal wurde das Juryergebnis verkündet: Delitzsch gehört 2014 zur Top 3 unter Deutschlands nachhaltigsten Städten mittlerer Größe, teilt sich den Rang des Zweitplatzierten mit Lüneburg. Sieger in dieser Kategorie wurde Ludwigsburg (wir berichteten).

Insofern reisten die Delitzscher zwar ohne 35 000 Euro Siegprämie und ohne die begehrte Preiskugel zurück, doch am Delitzscher Rathaus scheint die Stadtfahne seit gestern trotzdem ein bisschen höher zu hängen. "Wir sind sehr stolz und glücklich, zu den Top 3 zu gehören. Durch die Nominierung konnten wir uns vor einem sehr großen und namhaften Publikum präsentieren", sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). "Wir werden im nächsten Jahr definitiv den Hut wieder in den Ring werfen. Ludwigsburg hatte sich ja auch dreimal beworben."

Die Wettbewerbsjury bescheinigt Delitzsch einiges Potenzial. Die Experten bewerteten das hiesige Engagement anhand eines elektronischen Fragebogens und lobten Delitzsch als Vorbild für andere Städte und Gemeinden in der Region. "In der Kreisstadt macht man Energieeffizienz und erneuerbare Energien zum Standortvorteil", heißt es in der Nominierungs-Begründung. Gewürdigt wurde zudem der Radverkehrsanteil in der Stadt von über 20 Prozent, das aktive Vereinsleben und die Unterstützung asylsuchender Familien durch einen Integrationsbeauftragten.

Und was hat Sieger Ludwigsburg, was Delitzsch nicht hat? Ein eigenes Nachhaltigkeitsreferat im Rathaus, das gemeinsam mit den Bürgern kommunale Maßnahmen überprüft und das Stadtentwicklungskonzept überarbeitet. In diesem Sinne finden zum Beispiel regelmäßig Zukunftskonferenzen statt. Die Schaltstelle kümmert sich außerdem um die Wirtschaftsförderung - mit dem Ergebnis einer weit über dem Baden-Württemberger Landesdurchschnitt liegenden Existenzgründerquote. © Kommentar

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..
Von Kay Würker

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