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Delitzsch Delitzscher Artur-Becker-Schule setzt vor Ferien auf Drogenprävention
Region Delitzsch Delitzscher Artur-Becker-Schule setzt vor Ferien auf Drogenprävention
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14:54 22.06.2017
Flaschendrehen einmal anders: Marvin Schmidt, Josephine Hilke, Fabienne Jeschek und Laura Rohne (v.l.) testen ihr Wissen zum Thema Alkohol. Quelle: Manuel Niemann
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Delitzsch

Das Schuljahr nähert sich seinem Ende, die Tinte auf den Zeugnissen ist längst trocken: Nächste Woche starten die Delitzscher Schüler in ihre Sommerferien. Weil das so ist und vor Schuljahresende keine Noten mehr vergeben werden, finden in dieser Zeit an der Artur-Becker-Oberschule die Projektwochen statt. Das heißt für die Kinder und Jugendlichen unkonventioneller Unterricht zu einem Themenschwerpunkt. Während dieser für die sechsten Klassen um Liebe, Beziehungen und das erste Mal kreiste, sprich Sexualaufklärung, befassten sich die höhren Klassen mit Suchtprävention.

Exkursion zu Betroffenen

Die neunte Klasse ging dafür auf eine Exkursion in die Drogenrehabilitationsklinik Wermsdorf und kam in Kontakt mit Betroffenen. „Dass es mehr Drogen gibt, von denen ich weiß“, war ein Fazit, dass Fabienne Jeschek ziehen konnte. Die Siebtklässlerin setzte sich wie ihre Mitschüler mit Themen wie Alkohol, Rauchen, falsche Ernährung, Mediennutzung und illegale Substanzen auseinander. Für Schulsozialarbeiterin Mechthild Nitschke war es wichtig, vor allem mit den Schülern ins Gespräch zu kommen: „An jeder Schule gibt es Erfahrungen mit Drogen.“ Die Jugendlichen seien in einem Alter, wo sie sich ausprobierten. Neben illegalen Substanzen sind legale Drogen verfügbar.

Kein Frontalunterricht

Mit Filmangeboten wie im Jugendhaus Yoz oder einem Besuch der Wandelhalle Sucht im Leipziger Haus Leben falle es einfacher, die jungen Leute aufzuklären und zu sensibilisieren. Es ist nachhaltiger, als frontal vor ihnen zu dozieren. „Dass man von Alkohol sterben kann“, ist dabei nur eine nüchterne Konsequenz, die sich bei Laura Rohne, auch aus der siebten Klasse, festgesetzt hatte. Anders als bei den gesundheitlichen Folgen gehe es bei der Arbeit in der Projektwoche auch darum, die Jugendlichen in ihrem Selbstwert zu stärken und ihnen zu vermitteln, wie man anders Druck abbauen kann, als mit Suchtmitteln.

Von Manuel Niemann

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