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Delitzsch Delitzscher Baff-Theater inszeniert Märchen mit politischem Hintergrund
Region Delitzsch Delitzscher Baff-Theater inszeniert Märchen mit politischem Hintergrund
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12:50 17.09.2017
Studenten der Theaterakademie steigen regelmäßig fürs Baff auf die Bühne (Archivbild). Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Wie aktuell ist eigentlich ein Märchen? Ziemlich, lautet die Devise im Oberen Bahnhof in Delitzsch. Dort laufen aktuell die Arbeiten für das neue Weihnachtsmärchen des Baff-Theaters, mit dem Kinder im Alter von vier bis zehn Jahre unterhalten werden sollen. Aber nicht nur unterhalten, sondern auch berührt zu Dingen, die ihre heutige Lebenswirklichkeit betreffen. „Es wird märchenhaft, aber es wird auch ein sehr aktuelles Stück“, betont Jana Bauke vom Baff-Theater. Das Team will die Flüchtlingssituation im Stück „Die goldene Gans“ aufgreifen, das klassische Märchen freilich aber nicht zu kurz kommen lassen.

Märchenhandlung mit Bezug zu heute

Auf der einen Seite wird auch in dieser Inszenierung eine Prinzessin stehen, ganz klassisch wie in jedem Märchen ist sie wunderschön und reich und von allen bewundert. Stellt sich nur die Frage, ob sie wirklich alles hat, was sie sich wünschen kann? Sie kann nämlich nicht mehr lachen – Reichtum und Sorgenlosigkeit hin oder her, die helfen ihr nicht wirklich. Auf der anderen Seite steht ein anderer junger Mensch, der auch noch das Wenige teilt, das er besitzt und dafür unerwartet ein großes Geschenk in Form einer goldenen Gans bekommt. Nun zieht er damit durch das Land und zeigt, was er hat. Das weckt Neid. Wer auch immer die Gans sieht, will sie haben. Doch wer einmal nach dem Glanz gegriffen hat, bleibt einfach kleben. „So bildet sich nach und nach eine kunterbunt gemischte Gesellschaft. Ganz verschiedene Menschen hängen fest zusammen und müssen schließlich als Team zusammenstehen, um miteinander eine Lösung zu finden“, schildert Jana Bauke. Was liegt da näher, als sich auf den Weg zu machen, um Großes zu wagen? So lautet die Botschaft im Märchen wie auch in unserer heutigen Welt schlicht „Gemeinsam sind wir stark!“ und die Kinder sollen Verständnis lernen. Es geht um den Blick über den Tellerrand und Toleranz.

Das Stück wird ab 27. November und bis Mitte Dezember zu etlichen Terminen immer wieder vormittags im Oberen Bahnhof gezeigt, es spielen Studenten der Theaterakademie Sachsen. Ein Teil der Vorstellungen ist bereits ausverkauft. Weitere Infos und Kartenbestellungen unter Tel. 034202 36070.

Von Christine Jacob

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