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Delitzsch Delitzscher Bahnhofs-Vorplatz wird bald schick
Region Delitzsch Delitzscher Bahnhofs-Vorplatz wird bald schick
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09:06 22.09.2016
Der Vorplatz des Unteren Bahnhofs in Delitzsch soll optisch und technisch aufgefrischt werden. Quelle: Kay Würker
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Delitzsch

Stolz präsentierten Stadt, Landkreis und Deutsche Bahn 2013 das frisch sanierte Empfangsgebäude des Unteren Bahnhofs. Auch in Stellflächen, Fahrradbügel und einen Kreisverkehr wurde investiert. Doch ein Makel blieb: der abgenutzte Bahnhofsvorplatz. Nun soll auch dort Hand angelegt werden. Noch im Herbst beginnen umfangreiche Verschönerungs- und Modernisierungsarbeiten, teilte die Stadtverwaltung am Mittwoch mit.

Insgesamt rund 100 000 Euro wird die neue Schönheit kosten. 90 Prozent davon übernimmt der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) – der entsprechende Förderbescheid ging soeben im Rathaus ein. Realisiert werden soll damit ein ganzes Maßnahmenbündel. Das teuerste Vorhaben in diesem Paket ist die Busspur. Das Straßenpflaster wurde von den schweren Fahrzeugen über die Jahre ziemlich eingedellt. Der Unterbau wird deshalb ausgetauscht und das Pflaster wieder neu verlegt. In optischer Hinsicht dürfte die Erneuerung der unansehnlichen Buswartebereiche die meisten Pluspunkte bringen. „Die Scheiben werden ersetzt, ebenso die zum Teil recht kaputten Infokästen. Und die großen Säulen, die das Dach tragen, bekommen frische Farbe“, schildert der städtische Bauamtsleiter Karl-Heinz Koch. Zudem werden die Busfahrgäste künftig von modernen LED-Lampen beschienen.

Ladestation für E-Bikes

Auch an die Radfahrer wurde gedacht. Zum einen soll sich die Zahl der mietbaren Fahrradabstellboxen verdoppeln. „Die Nachfrage ist inzwischen sehr groß, deshalb schaffen wir sechs weitere an“, sagt Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos). Hinzu kommt eine Ladestation: E-Bike-Besitzer können ihren Akku künftig in einer abschließbaren Box ans Stromnetz hängen.

Die Investition soll den Unteren Bahnhof für seine wachsende Aufgabe als Berufspendler- und Touristendrehscheibe rüsten. Mehrere Tausend Bus- und Bahnfahrgäste sind dort Tag für Tag unterwegs. Entsprechend groß ist auch der Andrang auf den Park-and-ride-Plätzen. Drei davon gibt es inzwischen im direkten Bahnhofsumfeld – der jüngste wurde erst im Mai feierlich freigegeben. Und er soll nicht der letzte bleiben. Wie das Landratsamt am Mittwoch auf LVZ-Anfrage mitteilte, ist in Landkreis-Regie ein vierter Großparkplatz an der Albert-Böhme-Straße neben dem Netto-Markt in Planung. Nächstes Jahr wird dort gebaut. Die optische und technische Auffrischung des Bahnhofsvorplatzes wird sich ebenfalls bis ins nächste Jahr hinziehen.

Unfallquelle wird entschärft

Schneller geht es in der Radler- und Fußgänger-Unterführung, die die Eisenbahn- mit der Beerendorfer Straße verbindet. „Nach teils schweren Unfällen dort werden wir für neue Beschilderungen und Markierungen sorgen“, kündigt OBM Wilde an. Mehrmals sind unter den Bahngleisen Radfahrer im Gegenverkehr zusammengestoßen, weil sie sich zu spät gesehen hatten. Per Strichellinie und Richtungspfeilen soll der Radstreifen nun geteilt werden, in je eine Spur pro Richtung. Ein separater Fußgängerstreifen bleibe dennoch erhalten, erklärt Karl-Heinz Koch.

Das Rechtsfahr-Prinzip will die Stadtverwaltung übrigens auch in der Unterführung Benndorfer Straße einführen, wo es ebenfalls Unfälle gab. Dort sei aus Platzgründen allerdings nur eine Beschilderung und keine markierte Spurtrennung möglich.

Von Kay Würker

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