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Delitzsch Delitzscher Biomassekraftwerk: Strafbefehle gegen Ex-Chefs
Region Delitzsch Delitzscher Biomassekraftwerk: Strafbefehle gegen Ex-Chefs
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14:27 24.06.2016
Das Biomassekraftwerk in der Fabrikstraße im Süden Delitzschs wurde 2012 von GOAZ übernommen. Quelle: Wolfgang Sens
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Delitzsch

Der Skandal ums Biomassekraftwerk in der Delitzscher Fabrikstraße wird juristisch geahndet: Das Amtsgericht Leipzig hat gegen drei ehemalige Geschäftsführer des Unternehmens Strafbefehle erlassen – auf Antrag der Staatsanwaltschaft, die gegen die Führungskräfte wegen Insolvenzverschleppung ermittelte. Alle drei Ex-Chefs haben jedoch Widerspruch eingelegt, teilte Richter Stefan Blaschke, Sprecher am Amtsgericht, auf Anfrage mit. Die Beschuldigten werden sich deshalb in einem Hauptverfahren verantworten müssen, das aller Voraussicht nach öffentlich geführt wird. Einen Termin gebe es noch nicht.

Die mehrmonatigen staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen gehen auf eine Strafanzeige des Insolvenzverwalters Philipp Hackländer zurück, der das Kraftwerk im Frühjahr 2015 aus den Händen der GOAZ Energy GmbH übernommen hatte. Der Verdacht der Insolvenzverschleppung hat sich nun erhärtet. Nach LVZ-Informationen handelt es sich bei den Beschuldigten um Shamsi Aliyev, Enes Bozkurt und Medet Bozkurt, die bei GOAZ zwischen 2012 und 2015 als Geschäftsführer tätig waren – Letzterer laut Staatsanwaltschaft allerdings nur faktisch, also nicht formal eingetragen.

Die Strafbefehle, falls sie angenommen worden wären, hätten Geldstrafen in öffentlich nicht benannter Höhe bedeutet. Damit sollte angesichts einer offenbar klaren Beweislage das Verfahren vereinfacht werden, wurde auf eine Anklage verzichtet. Noch kein Ermittlungsergebnis gibt es hinsichtlich der Strafanzeige des Vereins Sauberes Delitzscher Land. In einem separaten Verfahren geht es dort um umweltrechtliche Verstöße sowie – in Bezug aufs Landratsamt – um den Verdacht der Strafvereitelung.

Von Kay Würker

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