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Delitzsch Delitzscher Bürgerinitiative fühlt sich allein gelassen
Region Delitzsch Delitzscher Bürgerinitiative fühlt sich allein gelassen
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16:34 14.04.2016
Der Radweg entlang der Kreisstraße zwischen Schenkenberg und Storkwitz wird nun wohl doch nicht entstehen. Quelle: Ditmar Wohlgemuth
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Delitzsch

Landkreissprecher Rayk Bergner nahm dem Thema Radweg zwischen den Delitzscher Ortsteilen Schenkenberg und Storkwitz, entlang der Kreisstraße 7440, gleich im ersten Satz seiner Antwort alle Hoffnungen: „Es ist nicht realistisch, dass er gebaut wird.“ Das war für den Ortschaftsrat Schenkenberg ein Tiefschlag der besonderen Art. Seit nunmehr fast zehn Jahren steht dieser Radweg auf der Wunschliste der Bürgervertretung.

Selbst eine Bürgerinitiative hatte sich gegründet, um dem Vorhaben mehr Fahrt zu verleihen. Zwischenzeitlich sah es fast so aus, als könnte der Radweg tatsächlich irgendwann entstehen. Fördermöglichkeiten wurden ausgelotet, das Vorhaben sogar in die mittelfristige Finanzplanung der Stadt Delitzsch aufgenommen. Davon ist heute keine Rede mehr. Auf eine entsprechende Anfrage an das Rathaus gab es nur die Mitteilung, dass es sich um eine Kreisstraße handelt und dafür das Landratsamt Nordsachsen zuständig sei. Bestätigung dafür gab es auch vom Landesamt für Straßenbau und Verkehr. Der Planungsstand zum Vorhaben sei beim Straßenbaulastträger, dem Landkreis Nordsachsen, zu erfragen.

Radweg ist bisher nur eine Idee

Rayk Bergner bestätigte zwar, dass der betreffende Radweg im Radverkehrskonzept des Landkreises eine Rolle spiele, dort aber wirklich nur als Idee vermerkt ist. „Wir sind also ganz am Anfang, es gibt kein Projekt, keine Planungen“, sagte der Landkreissprecher.

„Wir sind wieder ganz am Anfang“, kritisiert Ortsvorsteherin Gudrun Fritsch, als sie davon hörte, dass erst wieder Verkehrszählungen stattfinden müssten, um die Notwendigkeit des Radweges nachzuweisen. So weit war man vor Jahren schon. „Natürlich müsse für den Radweg Grund erworben werden, aber das wäre vor Jahren deutlich leichter gefallen, als die Treuhand noch die Flächen besaß. Fast 80 Prozent der Eigentümer hatten damals bereits zugestimmt, zu verkaufen“, erinnert sich Ortschaftsrätin Christa Voigt. Heute hätten die Flächen teils andere Besitzer und wie die dazu stehen, müsse man erfragen.

Ortschaftsrat und Bürgerinitiative fühlen sich mit dem Vorhaben allein gelassen, spüren nicht, dass auch die Stadtverwaltung hinter dem Projekt steht. „Eigentlich werden wir nur von Jahr zu Jahr vertröstet und nichts passiert“, hieß es in der Runde des Ortschaftsrates.

Von Ditmar Wohlgemuth

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