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Delitzsch Delitzscher David Straub vierfach engagiert im Ehrenamt
Region Delitzsch Delitzscher David Straub vierfach engagiert im Ehrenamt
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00:17 13.02.2018
David Straub ist ein engagierter Delitzscher in vielen Bereichen. Quelle: Christine Jacob
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Delitzsch

Es wird immer zwei Arten von Menschen geben: Die, die Dinge geschehen lassen. Und die, die ins Geschehen eingreifen. David Straub ist so einer. Ein Tausendsassa im Ehrenamt.

Vier Ehrenämter von Fasching bis Politik

Gerade ist einiges im Terminkalender verzeichnet, viel unter einen Hut zu bekommen für den groß gewachsenen Mann mit den wachen Augen und der sanften Art. Ob nun Delitzscher Carneval Verein mit den vielen Faschingsterminen, der Ortsverband der SPD, Betriebsrat oder die nahende Schöffenwahl für die Amtsgerichte – die Ehrenämter fordern gerade dieser Tage einiges seiner Frei- aber auch Arbeitszeit. David Straub macht es gerne. Es bedeutet für den 45-Jährigen, sich einzubringen und etwas bewirken zu können.

Unter anderem hier am Amtsgericht engagiert sich der Delitzscher. Quelle: Wolfgang Sens

Dabei hat es ihm das Thema Gerechtigkeit besonders angetan. Vor Kurzem gab es dafür eine Urkunde vom Sächsischen Justizministerium, immerhin engagiert sich der Delitzscher nicht nur als Schöffe am Amtsgericht in Eilenburg, sondern auch schon ein Jahrzehnt als Ehrenamtlicher Richter der Sozialgerichtsbarkeit. „Ich bin da mehr durch Zufall reingerutscht“, sagt David Straub. Eines seiner weiteren Ehrenämter, das als Betriebsrat einer Wurzener Fabrik, hat ihn noch neugieriger auch dafür gemacht. „Ich will Urteile und das System verstehen“, schildert der Delitzscher, „und gegebenenfalls will ich nach Möglichkeit etwas verändern.“ Man merkt: Verbale Haudrauf- und Hauruck-Aktionen passen nicht zum sanften Riesen, in seiner Ruhe liegt die Kraft. Selbst wenn – wie oft am Sozialgericht – Behördenwillkür das Thema ist, fällt der 45-Jährige nicht aus der Rolle, agiert lieber gelassen und geht unvoreingenommen an eine Verhandlung ran.

Ärger bleibt nicht aus

Vier bis sechs solcher Einsätze als „Ehrenamtlicher Richter der Sozialgerichtsbarkeit“ hat er pro Jahr, muss dafür immer nach Chemnitz, am Eilenburger Amtsgericht ist er einmal monatlich im Einsatz. „Mein Arbeitgeber stellt mich unkompliziert frei“, weiß er um einen sehr guten Rückhalt, der heutzutage nicht selbstverständlich ist. Während er für die Chemnitzer Verhandlungen die Akten vorher zugeschickt bekommt und studieren kann, erfährt er am Amtsgericht Eilenburg die Sachverhalte erst zur Verhandlung. Beiden Wirkungsstätten gleich ist die Pflicht zur Verschwiegenheit. Nur so viel darf verraten sein: „Es ärgert mich, wenn Angeklagte gar nicht erst erscheinen oder Zeugen sich nicht mehr erinnern können oder wollen.“ Wobei David Straub auch dafür Verständnis hat. Manchmal, sagt er, würden die Mühlen der Justiz so langsam mahlen, dass Fälle tatsächlich fast zu weit zurückliegen, um sich bis ins Detail erinnern zu können. Das zu ändern, ist ein weiterer Grund, sich zu engagieren.

Von Christine Jacob

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