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Delitzsch Delitzscher Einzeldenkmal soll verkauft werden
Region Delitzsch Delitzscher Einzeldenkmal soll verkauft werden
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16:07 28.11.2016
Das Haus mit der Nummer 7 (rechts) ist gut in Schuss und voll genutzt von der Volkssolidarität, dagegen das mit der Nummer 6 ziemlich verfallen. Quelle: Christine Jacob
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DELITZSCH

Mehrere Interessenten soll es bereits geben. Die Villa Am Wallgraben 6 in Delitzsch wird demnach wohl nicht mehr lange so verfallen dastehen, wie sie es momentan noch tut. Der Stadtrat Delitzsch hat das Objekt am Donnerstagabend zum Verkauf freigegeben.

„Es ist ein Einzeldenkmal, das sich erhalten lässt“, so Oberbürgermeister Manfred Wilde (parteilos) über das Objekt in direkter Nachbarschaft zur Volkssolidarität. Aus deren Erbbaugrundstück musste die Villa nun auch erstmal per dieses einstimmigen Stadtratsbeschlusses herausgelöst werden. Die Volkssolidarität kann sich nicht weiter um das Haus kümmern, vermittelte Wilde, der auf eine vernünftige städtebauliche Lösung hofft. In mehreren Gesprächen mit der Volkssolidarität habe sich herausgestellt, dass eine Sanierung der Villa mit der Hausnummer 6 für den Verband nicht zu machen ist. Die Volkssolidarität konzentriert sich auf die Angebote im Treff für Jung und Alt im Haus Am Wallgraben 7 und auf ihre Angebote für die Heimkinder und heilpädagogische Angebote und Förderungen in Biesen.

Erbbaurecht teilweise aufgehoben

Im Interesse des Erhalts des Einzeldenkmals fiel daher nun die Entscheidung zur Teilaufhebung des Erbbaurechts. Damit kann sich die Stadtverwaltung nun um die Veräußerung der Villa kümmern. Ob die Stadt eine Vermarktung des attraktiven Grundstücks in Erwägung ziehe, wollte Freie-Wähler-Chef Uwe Bernhardt wissen. Es solle eine öffentliche Ausschreibung geben, so der Oberbürgermeister, „de facto ein Bieterverfahren.“ Die mehreren Interessenten sind dann also am Zug. Da die Villa prägend für das Stadtbild sei, bestehe ein hohes öffentliches Interesse an diesem Vorgang, mahnte Uwe Bernhardt weiter und forderte von der Verwaltung viel Transparenz im künftigen Verfahren. Wohl keine Forderung von Ungefähr. Schließlich gibt es in Delitzsch auch die Sorge, dort könne das nächste teure Bauland in attraktiver Lage entstehen beziehungsweise das Einzeldenkmal eben doch per Abriss von der Bildfläche verschwinden.

Die Frage sei aber die nach einer Alternative, argumentierte das Stadtoberhaupt. „Es sind fast 25 Jahre Leerstand, es muss was passieren“, so Wilde.

Von Christine Jacob

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